Granat

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Tiefrote Glut aus Böhmen

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Feuerdrachen und Karfunkelsteine
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er rot glühende Granat ist einer der ältesten uns bekannten Schmucksteine. Die qualitätvollen Granate aus Böhmen zeigen eine einzigartige Farbenpracht, welche in früherer Zeit durch die Kombination einer Vielzahl kleiner Steine in einem Schmuckstück zu einem wahren Feuerwerk gesteigert wurde. Entdecken Sie typische Broschen und Colliers aus Granatsternen und -blüten, aber auch seltenere Pretiosen wie Armreife und Ringe!

Bereits aus der Spätantike sind erlesene Ringe und Fibeln aus in Gold gefassten Granaten bekannt. Dicht an dicht in das edle Metall gesetzt, bezauberten böhmische Granate so schon im 4. und 5. Jahrhundert die Völker Europas. Die vielen Namen unter denen der Stein bekannt wurde, stammen aus dieser Zeit. Ob als „Karfunkel“, das sich vom lateinischen „carbunculus“ ableitet und soviel bedeutet wie „glühende Kohle“, oder als „Pyrop“, das aus dem Griechischen entlehnt „feuriges Auge“ meint – stets gab der tiefrote Glanz dem Stein seinen Namen.

In seinen zahlreichen Varietäten war der Granat einer der beliebtesten Schmucksteine des 18. Jahrhunderts. Man liebte die intensive Farbigkeit dieser Steine, die so ganz zur Mode des Rokoko passte. Mit dem Ende des Ancien Regime geriet er jedoch ein wenig in Vergessenheit.

Erst zur Mitte des des 19. Jahrhunderts wurde der Granat dann wiederentdeckt. Seine geheimnisvolle, romantische Erscheinung gefiel den Bürgern der Zeit. Sein festliches, aber unaufdringliches Leuchten kam ihrem Wunsch entgegen, sich vom Adel zu distanzieren und zunächst galt er nun als ein bürgerlicher Stein. Solange, bis Elisabeth „Sissi“ von Österreich von ihren böhmischen Untertanen eine große Parure aus Granaten geschenkt bekam und diese in der Wiener Gesellschaft trug: Der Granat war erneut hoffähig.

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