Silber

Silber

Der kleine Bruder des Goldes

Silber findet, ebenso wie Gold, seit der Antike Verwendung für Schmuck und Münzen. Sein heller Glanz sowie seine einzigartig warme Farbigkeit machte es vor der Erfindung des Weißgoldes zum Lieblingsmetall des Klassizismus und der Belle Époque. Beide Epochen liebten Schmuckstücke mit reichem Diamantbesatz, aber zurückhaltender Farbigkeit, sodass stets Silber zum Einsatz kam um die feurigen Steine zu fassen.

In früheren Epochen wurde Silber dem Gold teilweise vorgezogen: Die britische Arts and Crafts Bewegung etwa, ebenso wie der deutsche Jugendstil, schätzten nicht nur die warme Farbe und die Möglichkeit, das Metall zu patinieren. Der geringere Materialwert gab ausgewählten Schmuckstücken außerdem einen sozialreformerischen Anspruch, da diese für eine breite Bevölkerungsschicht erschwinglich sein sollten.

Andere weiße Metalle wie › Weißgold und Platin stehen erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts für Goldschmiede zur Verarbeitung zur Verfügung. Daher blieb Silber lange Zeit der bevorzugte Begleiter von Diamanten. Fassungen aus Silber unterstützen das Feuer der edlen Steine, ohne dieses, wie Gold, leicht gelb einzufärben. Auch Besteck, Kerzenleuchter und Hausrat aus Silber gelten bis heute als Ausdruck gehobener Tischkultur.