In neuem Gewand

Prächtiges Amethyst-Collier der Regency Era in Gelbgold, um 1820

Antiker Schmuck wurde nicht zu jeder Zeit so geschätzt wie heute. So verwundert es nicht, dass viele Stücke älterer Zeiten eingeschmolzen und ihre Steine zu neuen, moderneren Schmuckstücken verarbeitet wurden. So geschah es auch mit dem Vorgängerstück des hier vorliegenden Colliers, dessen prachtvolle Amethyste in den Jahren um 1820 zu diesem, damals dann wieder hochmodernen Stück verarbeitet wurden. An goldenen, doppelt geführten Kettchen sehen wir große, farbintensive Amethyste, die mit etwas Abstand zueinander aufgereiht sind und in der Mitte ein großes Kreuz aus Rubinen, Diamanten und ebenfalls Amethysten halten. Ursprünglich waren die ovalen Amethyste höchstwahrscheinlich Teil einer ein wenig früheren Rivière, während die beiden tropfenförmigen dazu passend als Ohrringe montiert waren. So erklärt sich auch, dass sie unter der Fassung aus gelbgoldenem Filigran jeweils noch über eine zweite Fassung aus Rotgold mit Spuren von früheren Aufhängungen verfügen. Möglicherweise wünschte sich seine wohl englische Besitzerin ein noch prächtigeres Stück für Ihre Abendgarderobe? Diesem Umstand zumindest haben wir das vorliegende Collier zu verdanken, welches mit zeittypischem, Cannetille genanntem Goldfiligran aufwartet, ganz also dem Zeitgeschmack der Regency Era entspricht. Die Herstellung dieses Filigrans war äußerst arbeitsintensiv und ist aus diesem Grunde nur bei historischen Stücken zu finden: „Work such as this can never be cost effective again.“ Sprichwörtlich im neuen Gewand glänzen so elf große Amethyste, deren intensive Farbe durch die Hinterlegung mit Silberfolien nochmals verstärkt wird. Eine weitere Besonderheit dieses Stückes ist die Tatsache, dass der Anhänger mit seinem Diamant- und Rubinbesatz zudem abgenommen werden kann, und sich die Kette damit optisch zu einem immer noch prächtigen, aber ungleich schlichteren Schmuckstück verwandelt. Eine große Öse ermöglicht auch das Kreuz allein an einem Samtband oder einer Perlenkette zu tragen. So lässt sich das sehr gut erhaltene Collier damals wie heute dem Anlass anpassen, zu welchem es getragen werden soll. Vergleichsstücke mit ähnlichen, abnehmbaren Anhängern finden Sie bei Ginny Dawes/Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Suffolk 2010, S. 79 und 113. Eine solche Rivière wie jene, aus der die Steine vermutlich entnommen wurden, finden Sie ebd., S. 77. Von dort auch das obenstehende Zitat, S. 113.

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