Der Apoll vom Belvedere

Muschelkamee des 19. Jhs. in einer modernen Rotgold-Fassung

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte Anspruch beinahe aller großen Sammlungen, angefangen vom Grünen Gewölbe in Dresden über die Schatzkammer Rudolfs II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie jener des Baron Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker römischer und griechischer Siegelsteine und Gemmen hervor, welche die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten. Durch die großen Reisen, die junge Adlige und reiche Bürger in dieser Zeit unternahmen, wandelte sich die Verwendung von Gemmen und Kameen im frühen 19. Jahrhundert hin zu größeren Schmuckformen, welche in Stein, Muschel oder Vesuvlava geschnitten, klassische und begehrte Souvenirs aus Italien waren. Der hier vorliegende Anhänger präsentiert eine Gemmenschnitzerei des 19. Jahrhunderts in der Schale der sog. Carneol-Muschel. Das Profilbildnis eines jungen Mannes in klassisch antikischem Gewand hebt sich in gebrochenem Weiß vom dunklen Carneolton des Untergrundes ab. Es ist die Darstellung des Gottes Apoll, der uns in dieser Form durch die weltberühmte und von Winckelmann beschriebene Statue im Belvederehof des Vatikan bekannt ist. Sein Blick geht nach rechts, sein leoninisches Haar ist mit einem Band geziert und eine große Haarschleife ist als Erkennungsmerkmal dieser spezifischen Apolldarstellung abgebildet. Die in jüngerer Zeit gefertigte Fassung aus hochkarätigem Rotgold nimmt die ungregelmäßig gewölbte Naturform der historischen Muschelschale auf und fasst das Stück sicher ein. Es ist ein in schönen Proportionen wiedergegebener Apoll, der als Schutzgott der Künste in keiner Sammlung antiker Gemmen fehlen sollte.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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