Viktorianische Pracht

Kostbarer Anhänger mit Amethyst, Smaragden & Diamanten, um 1850

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts herum führten sowohl die Entdeckung neuer Goldvorkommen in Kalifornien und Australien als auch der neu gewonnene Wohlstand der Bürger Europas zu einer zuvor ungesehenen Nachfrage nach kostbarem Schmucks. Beeinflusst vom Naturalismus entstanden Schmuckstücke, welche Formen der gegenständlichen Welt aufnahmen. Die kostbarsten unter ihnen waren reich mit Diamanten besetzt, und präsentierten diese in mit Silber belegtem Gold. Der vorliegende Anhänger ist ein Juwel dieser Zeit. Typisch sind nicht nur das figürliche Schleifenmotiv und die den Mittelstein umwindenden Bänder, sondern auch die abgehängten Pendel, die an zartes Blattwerk erinnern. In seiner Mitte präsentiert der Entwurf einen großen Amethysten von jener tiefen Farbe, die mit den qualitätvollsten sibirischen Exemplaren in Zusammenhang gebracht wird. Kleine Smaragde besetzen goldene Spangen, welche die umgebenden silbernen Bänder zusammenzuhalten scheinen. Alle Oberflächen des Anhängers, die Bänder, die Schleife und die schön pendelnden Abhängungen sind über und über mit 124 Diamanten in historischen Schliffen von zus. etwa 1,67 ct besetzt. Diese außerordentlich prachtvolle Ausgestaltung ist nicht zuletzt auf seine Funktion zurückzuführen. Denn die Abendkleider der Zeit um 1850 waren farbenfroh und oft stark gemustert. Dazu nähte man den Schmuck in der Art einer sog. devant-de-corsage in der Regel an die Kleider an. Dementsprechend ist auch die Schlaufe, durch welche die Kette gezogen werden kann, bei dem hier vorliegenden Anhänger abzunehmen, sodass er wahlweise für den Ballabend mit wenigen Stichen an den Ausschnitt genäht werden konnte. In späterer Zeit ereilte das Schmuckstück nicht das Schicksal vieler anderer Schmuckstücke – er wurde weder umgearbeitet noch eingeschmolzen, denn die weiße Optik von Diamanten in Silber als auch die Schleifen- und Blattmotive sollten in den späteren Jahren des 19. Jahrhunderts erneut in Mode kommen. Wir haben das schöne Schmuckstück in London erwerben können, wo es womöglich auch einst entstand und getragen wurde. Zu uns kam der Anhänger an einer farblich passenden Silberkette der Jahre um 1900 – jener Zeit, in welcher seine Ästhetik nochmals gefragt war, und er am Hals einer Dame der Belle Époque vielleicht ein zweites Mal zu rauschenden Bällen ausgeführt wurde. Vgl. Sie zur Datierung etwa das Korsagenornament in David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 119, Abb. 113. Dort wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass viele Broschen bzw. Korsagenornamente mit abnehmbaren Anhängerschlaufen versehen waren.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen