Mächtiger Volturnus

Exquisite antike Onyx-Kamee mit Perlen in Gold, um 1860

Die römische Mythologie hält die verschiedensten Gottheiten bereit, die alle ihre ureigenen Aufgaben zu erfüllen hatten. Einer dieser mächtigen Götter war Volturnus, der Gott der Flüsse und des Wassers, der anders als der Meeresgott Poseidon für die das Land durchziehenden Wasser zuständig war. Volturnus also war es zu verdanken, wenn Flüsse reines Wasser führten - und dem Zorn des Gottes war es geschuldet, wenn sie über die Ufer stiegen und die Städte verwüsteten. Dem Flussgott wurde deshalb im antiken Rom regelmäßig Opfer gebracht, um ihn gnädig zu stimmen. Als lebensstiftender Gott wurde die Kraft des Volturnus auch als reinigendes Prinzip verehrt. Sehr selten dargestellt ist Volturnus im Medium der Kamee, deshalb freue ich mich sehr, vorliegendes Exemplar gefunden zu haben - denn der Anhänger kann das Glanzstück jeder musealen Gemmensammlung sein. In zweifarbigen Onyx geschnitten, sehen wir den muskulösen Gott im antikischen Kontrapost stehend. Eine Hand zum Befehl erhoben und den Wassern zugewandt, scheint er die Richtung eines Flusses zu bestimmen, der sich aus einer figurengeschmückten Amphore ergießt. Marmorgleich weiß setzt sich die sehr sehr fein geschnittene Szene mit der Gottheit als Protagonisten gegen einen schwarz glänzenden Untergrund ab. Und doch ist alles aus einem einzigen Stein geschnitten, der durch seine Zweifarbigkeit dazu prädestiniert war. Gefasst in hochkarätiges Gold und zusätzlich mit einer Lage satten Feingoldes überzogen, nimmt die Rahmung der Kamee Bezug auf die Darstellung des Flussgottes: 20 feine Flussperlen (Naturperlen), Preziosen also, die der Fluss selbst hervorgebracht hat, rahmen die Gemme kranzförmig ein und leiten in hellblau emaillierte Strahlenfelder über, die das strömende Wasser symbolisieren. Eine rückseitige, zu öffnende Klappe macht den Anhänger zudem zu einem Medaillon, in dem liebgewonnene Erinnerungen oder die Fotografie eines lieben Menschen aufbewahrt werden kann.

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte Anspruch beinahe aller großen Sammlungen, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker römischer und griechischer Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten. Durch die großen Reisen, die junge Adlige und reiche Bürger in dieser Zeit unternahmen, wandelte sich die Verwendung von Gemmen und Kameen im frühen 19. Jahrhundert hin zu größeren Schmuckformen, welche in Stein, Muschel oder Vesuvlava geschnitten, klassische und begehrte Souvenirs aus Italien waren.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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