Donauwalzer

Exquisiter Diamant-Anhänger der Belle Époque in Silber & Gold, Wien um 1900

Diamantschmuck aus Wien ist eine Klasse für sich. Die KuK-Residenzstadt war von einem wohlhabenden Bürgertum bevölkert, das Bälle und gesellschaftliche Ereignisse liebte, und Wert legte auf Kunst und schöne Dinge. Um die Jahrhundertwende blühten hier die Künste, doch auch in der Zwischenkriegszeit fehlte es zwischen Prater und Ring nicht am Willen zu Pracht und Lebensfreude. Eine erstklassige Schmuckausstattung war das „must have“ der Damen jener Zeit. Aus dem Wien der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende stammt auch der hier vorliegende exquisite Anhänger, dessen Geschichte wir nur zu gern hören würden, könnte er sprechen. In den Jahren kurz vor 1900 gab es eine wahre Revolution im Bereich des Schmucks. Der Überfluss des Historismus in Form und Farbe erschien in ganz Europa als nicht mehr zeitgemäß. Die zunehmende Technisierung auch in der Schmuckherstellung hatte dieselben Formen immer und immer wieder wiederholt, bis sie zuletzt austauschbar und beliebig geworden waren. Die Juweliere bangten um ihre Existenz: Der Schmuckabsatz ging rapide zurück, eine neue Mode war nicht in Sicht. Um das Jahr 1900 war die Krise überwunden. Weißjuwelen waren die Lösung, die sich rasch durchsetzte. Statt vieler schlecht kombinierbarer Schmuckstücke konzentrierten sich die Damen nun auf wenige, aber dafür umso hochwertigere Objekte. Sie einte ihre gemeinsame Farbigkeit: Weiße Diamanten und Perlen erstrahlten in Fassungen aus Silber, später Platin und Weißgold. Jene Entwürfe sind filigran und nehmen sich in ihrer Formensprache dezent zurück. Blätter, Ranken und leichte geometrische Formen bestimmten mit einem Mal das Bild, das bis eben noch Putten in großer Zahl bevölkert hatten. Das hier vorliegende Schmuckstück verdeutlicht exemplarisch diese Mode, die bis in die ersten Jahre des Art Déco hinein aktuell blieb. Denn seine Front schimmert ebenso wie die zarte Kette in elegantem, kühlen Weiß; Diamanten und Silber sind die bestimmenden Materialien des Entwurfes, der funkelt und glitzert, dass es eine Freude ist, hinzusehen. Rückseitig ist er aus Gold geschmiedet, was die übliche Technik der Zeit war (vgl. „Erfahren Sie mehr“). Der Anhänger zeigt sich als ovaler Kranz aus Diamanten, in dessen Mitte ein bewegliches Pendel schwingt. Von einem kleinen Blättchen gehalten, sehen wir einen wundervollen Halbkaräter im historischen Altschliff. Insgesamt sind 31 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von etwa 1,32 Karat verarbeitet worden. Der Entwurf zeichnet sich durch eine schöne Bewegung aus, sodass sich der Anhänger elegant und weich auf das Dekolleté legt. Er ist sehr gut erhalten.

Schmuck in elegantem, kühlen und edlen Weiß - das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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