Ein zweites Rokoko

Prächtiger Anhänger des Neo-Rokoko mit Amethyst & Perlen in Gold, um 1850

Im Schmuck ist es wie in der Mode: Formen und Farben verabschieden sich kurzzeitig, kommen dann wieder, leicht verändert und einer neuen Zeit angepasst. So verhielt es sich auch in den 1840er und 1850er Jahren, als die prachtvollen Ornamente des Rokoko auf einmal wieder Eingang in den Schmuck fanden – doch sahen diese Schmuckstücke anders aus als jene des 18. Jahrhunderts, waren ganz eigenständige Entwürfe. Man spricht hier auch vom sog. zweiten Rokoko. Dem ersten, ursprünglichen Rokoko sind hier die plastischen Muschelformen entlehnt, denen der Rokoko auch eigentlich seinen Namen verdankt, der eine Spielform des Wortes „Rocaille“ ist. Denn die Rocaille, ein plastisches, muschelartiges Ornament, war eines der Hauptmerkmale des Barock und Rokoko, und findet sich vielfach im Interieur der prächtigen Schlossanlagen jener Zeit wieder. Plastische Goldschwünge, kleine Saatperlen und fliederfarbene Amethyste begleiten diese Muscheln, die wie die anderen Ornamente des Schmuckstücks von Hand gearbeitet und graviert sind. Alle Elemente ordnen sich um den zentralen, großen Amethysten von knapp 13 Karat an. Als Anhänger ist das Stück äußerst ungewöhnlich für seine Zeit. Tatsächlich wird es sich einst um ein Mittelstück eines breiten, prächtigen Armbands gehandelt haben, wie sie beispielsweise abgebildet sind bei Brigitte Marquardt: Schmuck, Klassizismus und Biedermeier 1780-1850, München 1983, S. 211 (vgl. letzte Abb.). Die den dort abgebildeten Armbändern seitlich aufgesetzten Ornamente sind jenen, welche unser Schmuckstück an allen vier Längsseiten abschließen, beinahe identisch. Wohl wurde dem Schmuckstück dann bereits in älterer Zeit eine Öse aufgesetzt, welche es als Anhänger tragbar macht. So ist es auch heute noch hervorragend tragbar – an einer goldenen Kette, oder auch an einem schmalen Samtband.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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