Eine Weihnachtsgeschichte

Superbes Intaglio von Martin Seitz, Die hl. drei Könige in Gold, um 1950

Goldgerahmt und wie durch ein Fenster blicken wir auf eine Szene voller Menschen, voller Leben, doch zugleich voller Ruhe und uns gut vertraut. Drei Männer, Könige in langen Gewändern, stehen und knien vor einer Frau mit Kind. Es ist Maria, natürlich, mit dem neugeborenen Christus, dem die drei Weisen aus dem Morgenland Ihre Aufwartung machen. Mutter und Kind sind voller Zuneigung und Liebe aufeinander bezogen. Die drei Könige präsentieren ihre Gaben und bilden auch in ihren unterschiedlichen Körperhaltungen das kompositorische Gegenstück zur Jungfrau auf dem Thron. Alle Figuren sind durch gerade, parallele Linien und Faltenwürfe gekennzeichnet. Nur wenig gewölbt in den Stein gravierte Flächen verleihen den Dargestellten eine zurückhaltende, ruhige Körperlichkeit. Die Szene hat der berühmte Steinschneider Martin Seitz aus Passau in den wasserklaren Bergkristall geschnitten und diesen im Anschluss signiert. Martin Seitz (1895–1988) war ein international bekannter Gemmenschneider aus Passau. Ab 1920 studierte er an der Technischen Hochschule und an der Kunstgewerbeschule in München und daneben in der Bildhauerklasse von Joseph Wackerle, der seine Begabung für Flachrelief früh erkannte. Bereits 1927 hatte er eine erste Ausstellung im Grassimuseum Leipzig. Seitz’ Meisterschaft im Schnitt zeigt sich in jedem Detail. Besonders eindrucksvoll ist, dass er die Szene von der Rückseite in den Stein vertieft. Durch diesen Schnitt von hinten wirkt die Szene entrückt, ein wenig entfernt und wie eine Erinnerung an eine andere Zeit. Tatsächlich ist der Anhänger mit seiner breiten Rahmung aus hochkarätigem Gold in den Jahren wohl unmittelbar nach 1945 entstanden. Denn schon bald nach den Schrecken des Krieges begann er aufs Neue, kostbare Steine zu schneiden. Seine Formensprache war nun aber weicher als vor dem Krieg und unter die Sujets mischten sich nun häufiger christliche Szenen, die eine gewisse Demut auszeichnet, genau wie in dem hier vorliegenden Stück. Seitz’ Werke finden sich dokumentiert in Martin Seitz, Steinschnitte, Werkstattdienst 20 des Kunstdienstes, Ulrich Riemerschmidt Verlag Berlin 1942 sowie zuletzt bei Birgit Jooss: Martin Seitz. Entwürfe für Gemmen. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums (2008), S. 253–254.

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