Gleich und gleich...

Antike Brillant-Brosche in Platin & Gold, um 1910

Weiß, hell und voller Licht, so präsentiert sich die hier vorliegende Brosche. Schimmerndes Platin und funkelnde Diamanten sind hier miteinander kombiniert worden und lassen ein Schmuckstück aus weißem Licht entstehen. Die Form des Entwurfes, eine sogenannte Stabnadel, entführt uns in die Jahre kurz nach 1900. Solche Broschen wurden damals oft am Kragen getragen, um die hochgeschlossene Bluse zu schließen, oder auf einem Schal. Dabei waren sie jedoch nie auf diese bloße Funktion reduziert, hat doch ihre Gestaltung meist noch einen Hintersinn. Schmuckstücke, welche sich wie dieses auf zwei zentrale Elemente konzentrieren, seien es zwei Steine, feine Perlen oder andere Preziosen, erfreuten sich in der Zeit kurz nach 1900 größter Konjunktur: Man liebte Symbole, und in der Vorstellung der Zeit stehen sich hier Mann und Frau als Liebende gegenüber – als eigenständige Elemente erkennbar, doch fest verbunden durch ihr Gefühl und vereint in einem Schmuckstück. So vereint sich in der Brosche romantische Bedeutung mit kostbarer Erscheinung. Dass die Diamanten zugleich als Zeichen der Ewigkeit gelten, unterstreicht diesen Sinn noch mehr.

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts erfüllte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Der Name der Epoche, die Belle Époque, zeigt noch heute das Ziel dieser Zeit an: In Schönheit zu glänzen. Doch auch in den folgenden Dekaden blieb die Mode weißen Schmucks aktuell, bis hin zum Art Déco der 1920er Jahre. Allein die Materialien der Fassungen wandelten sich. Das schnell anlaufende Silber wurde zunächst durch Platinauflagen ersetzt und später durch Schmuck ganz aus Platin bzw. dem kurz vor dem Weltkrieg entwickelten Weißgold.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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