L’Arco di Tito

Antike Brosche mit Mikromosaik des Titusbogens, Rom um 1820

Die Ruinen der Stadt Rom lassen wohl kaum einen Menschen unberührt. Auch nach Jahrtausenden noch vermitteln die erhabenen Bauten Macht und Größe des Römischen Weltreiches, gemahnen aber auch an die unausweichliche Vergänglichkeit aller irdischer Pracht. Reisende, die im 19. Jahrhundert die Ewige Stadt besuchten, brachten als Andenken besonders gerne Ansichten der antiken Hinterlassenschaften im Medium feinster Mikromosaike nach Hause. Eine solches Stück ist auch die vorliegende Brosche des frühen 19. Jahrhunderts. In ein Feld aus schimmerndem Aventuringlas gesetzt, zeigt die ovale Brosche eines der bekanntesten Zeugnisse römischer Macht. Es handelt sich um den Triumphbogen des Kaisers Titus auf dem Forum Romanum. Der Bogen überspannt die Via Sacra, die heilige Straße, und wurde anlässlich der Eroberung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. errichtet. Die berühmten Reliefs im Durchgang des Bogens zeigen die Schätze, die von den Legionären bei der Zerstörung des jüdischen Tempels erbeutet wurden, wie den siebenarmigen Leuchter aus purem Gold. Im Mittelalter wurde der antike Bogen überbaut und bildete den Eingang zur Festung der Familie der Frangipani. Erst ab 1822 wurde das Monument durch den Architekten und Archäologen Giuseppe Valadier freigelegt und ergänzend wieder in jenem Zustand aufgebaut, den wie heute bei einer Romreise bewundern können. In dem Zustand vor der Freilegung von 1822 jedoch sehen wir den Bogen auf dem hier vorliegenden Mikromosaik. Die Ansicht von Westen zeigt rechts des üppig bewachsenen Monuments sogar noch eine inzwischen verschwundene Festungsmauer. Wir datieren die Darstellung daher in die Jahre um 1820. Einen vergleichbaren Blickwinkel auf den Bogen zeigt die unten abgebildete Vedute von Piranesi aus dem Jahr 1748. Eine schlichte Fassung aus Gold hält das feine Mosaik und lässt es als Brosche tragbar werden.

Um das Jahr 1775 erfanden Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti in Rom eine neue Technik der Glasverarbeitung zu winzig kleinen Mosaiken, die unter dem Begriff der „mosaici filati“ (gesponnene Mosaike) bekannt wurden. In dieser Technik konnten nun auch Schmuckstücke und kleine Alltagsgegenstände Schnupftabakdosen, Kästchen, Briefbeschwerer mit Mosaiken verziert werden, die zuvor die Wände und Böden italienischer Kirchen schmückten. Die berühmtesten Mosaikmanufakturen des 18. und 19. Jahrhunderts befanden sich denn auch in Rom, speziell im Vatikan, und ihre schönsten und begehrtesten Arbeiten zeigen neben besonders Ansichten der Stadt Rom und ihrer berühmten Bauten, die von Reisenden gekauft wurden, die die "Ewige Stadt" besuchten und ein Souvenir mitnehmen wollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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