Janus Quadrifrons

Antike Brosche mit Mikromosaik in Aventuringlas, Rom um 1820

Die reiche Fülle der römischen Ruinen überrascht und begeistert noch heute jeden Reisenden in die Ewige Stadt. Angefangen beim Kolosseum, über die Tempel am Forum Romanum bis hin zu den Palästen der Kaiser gibt es so viel zu entdecken und zu bestaunen, dass man kaum alle Eindrücke in der Erinnerung erfassen kann. So wie uns heute erging es auch den Reisenden früherer Jahrhunderte. Schon zu Goethes Zeiten entstand daher die Sehnsucht nach Souvenirs, welche das Gesehene bildlich festhielten. Druckgraphiken ließen sich daher an vielen Ecken der Stadt erwerben. Doch auch Schmuck entstand, vornehmlich mit Mikromosaiken, als Andenken. Die vorliegende Brosche zeigt eines dieser antiken Denkmale, welches sich bis in unsere Zeit erhalten hat. Es handelt sich um den viertorigen Triumphbogen, der sich am Übergang des Velabrums zum Forum Boarium befindet. Das ungewöhnliche Bauwerk wurde in der Renaissance für einen Tempel des Gottes Janus gehalten und erhielt daher den Namen Janus Quadrifrons. Heute vermutet die Forschung, dass der Bogen im dritten nachchristlichen Jahrhundert zu Ehren Kaiser Konstantins oder seines Sohnes errichtet wurde. Im Mittelalter wurde der antike Bogen zu einer Festung der Familie der Frangipani umgebaut. Erst um 1830 dann wurde die originale Attika abgetragen, weil sie fälschlicherweise für ein mittelalterliches Bauteil gehalten wurde. So können wir heute bei einer Romreise den Bogen in niedrigerer Form sehen. Den ursprünglichen Zustand vor 1830 sehen wir auf dem hier vorliegenden Mikromosaik. Die Ansicht zeigt den Bogen mit intakter Attika und üppigem Bewuchs. Wir datieren die Darstellung daher in die Jahre um 1820. Auch die unten abgebildete Vedute von Piranesi aus dem 18. Jahrhundert zeigt den Janusbogen vor dem fatalen Eingriff. Eine schlichte Fassung aus Gold hält das feine Mosaik und lässt es als Brosche tragbar werden.

Um das Jahr 1775 erfanden Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti in Rom eine neue Technik der Glasverarbeitung zu winzig kleinen Mosaiken, die unter dem Begriff der „mosaici filati“ (gesponnene Mosaike) bekannt wurden. In dieser Technik konnten nun auch Schmuckstücke und kleine Alltagsgegenstände Schnupftabakdosen, Kästchen, Briefbeschwerer mit Mosaiken verziert werden, die zuvor die Wände und Böden italienischer Kirchen schmückten. Die berühmtesten Mosaikmanufakturen des 18. und 19. Jahrhunderts befanden sich denn auch in Rom, speziell im Vatikan, und ihre schönsten und begehrtesten Arbeiten zeigen neben besonders Ansichten der Stadt Rom und ihrer berühmten Bauten, die von Reisenden gekauft wurden, die die "Ewige Stadt" besuchten und ein Souvenir mitnehmen wollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.