Ein neuer Tag bricht an...

Antike Brosche mit Muschelgemme nach einem Fresko von Guido Reni, um 1870

Diese große Kamee der Jahre um 1870 zeigt eine figurenreiche Szene der römischen Barockmalerei: Guido Renis „Zug der Aurora“ aus dem Casino des Palazzo Rospigliosi. Das Fresko wurde im Jahr 1612 von Kardinal Scipione Borghese in Auftrag gegeben und 1614 vollendet. Inspiriert wurde Reni hierbei von Raffael und antiken Kunstwerken wie etwa dem Relief der Borghesischen Tänzerinnen, das sich heute im Louvre befindet. Dem Fresko folgend, zeigt der Cameo die Göttin der Morgenröte Aurora in Begleitung eines Cherubs mit Fackel, welcher den Morgenstern symbolisiert. Gefolgt wird Aurora von sieben Stundengöttinnen, sowie dem vierspännigen Wagen Apollons. Aurora streut Rosenblätter und verbreitet somit die Morgenröte über die Welt. Die Göttin schwebt, vor einem Hintergrund von Wolken, in einer leichten Aufwärtsbewegung von links nach rechts und wirft mit beiden Händen den erwachenden Tag über eine Küstenlandschaft. Aurora blickt nach hinten auf den fackeltragenden Cherub, der über den Köpfen der vier Pferde Apollons schwebt und die Szene beleuchtet. Apollo auf seinem Wagen sowie die ihn umgebenden Stundengöttinnen schreiten auf Wolken ebenfalls von links nach rechts und folgen der Morgenröte. Die Umsetzung dieses Gemäldes in das dreidimensionale Medium der Muschelgemme ist wundervoll umgesetzt und sehr gut geschnitten. Die Kamee ist ohne Zweifel ein Souvenir einer Italienreise des 19. Jahrhunderts und vermochte den Eindruck des Aurora-Frescos taschengerecht über die Alpen zu transportieren. Sie ist durch eine elegante, zeitgleich entstandene Gold-Fassung als Brosche zu tragen.

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik in ihrer Gesamtheit darstellen wollten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich an den Geschichten, die die Muschelschalen erzählen konnten zu erfreuen. Die Kunst des Gemmenschneidens hat bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider, wobei sich jedoch leider die mythologische Themenwelt als Sujet beinahe ganz verloren hat.

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