Generationenspiel

Antike Diamanten in einem modernen Ring, frühes 18. Jh., um 1840 & um 1960

Je weiter wir in der Zeit dabei zurückgehen, desto seltener hat sich Diamantschmuck unverändert erhalten. Zu selten waren die kostbaren Edelsteine, zu teuer waren Diamanten in der Anschaffung und zu wenig Edelsteine waren frei verfügbar um unmodern gewordene Stücke einfach liegen zu lassen, wenn sie nicht mehr getragen wurden. Immer wieder finden wir daher antike Schmuckstücke, die im Laufe ihrer Geschichte eine Modernisierung erfahren haben oder Elemente von alten Schmuckstücken, die in neuen Schmuckstücken aufgegangen sind. Der hier vorliegende Ring aus Gold und Silber ist so ein Schmuckstück, das ein historisches Element neu inszeniert: Der Mittelpunkt des Ringes bildet ein großer Diamant in einem frühen Brillantschliff, wie man ihn in der Mitte des 19. Jahrhunderts liebte. Der Stein ist kissenförmig geschliffen mit großer Tafel und schönen Pavilionfacetten, die in einer weiteren kleinen Tafel zusammenlaufen. Der Stein ist dick und hat einen schönen, hohen Körper. Kleinere Diamanten im Altschliff umgeben den prachtvollen Mittelstein in zarten Silberfassungen, die wie kleine Lorbeerblätter gearbeitet sind und so einen Kranz bilden, wie in antike Kaiser trugen. Spannend hierbei ist, dass diese Steine offenbar in Zweit- oder Drittverwendung eingesetzt sind, denn die Schiffe der Diamanten verraten, dass sie teilweise noch aus dem fühen 18. Jahrhundert stammen. Der Ringkopf aus Silber mit seinen wunderbar individuellen alten Diamanten ist – so unsere Vermutung – ursprünglich das Oberteil eines Ohrrings aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieses Schaustück kann man sich vorstellen mit einer großen Perle oder einem weiteren, pendelnden Diamantelement, das vermutlich tropfenförmig daran angehängt war, um ein Ohr zu zieren. Ganz typisch für Schmuck-Elemente des mittleren 19. Jahrhunderts ist die plastisch-florale Ausgestaltung des Silbers mit kleinen Blättchen, wie man sie das sog. zweite Rokoko jener Jahre liebte. Die Ringschiene ist gegen Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden und nutzt das alte Diamant-Element um ein neues Schmuckstück daraus zu erschaffen. So ist ein Ring entstanden, der zwei Besitzerebenen in einem Abstand von etwa 300 Jahren vereint. Der Ring fand hier in Berlin zu uns. Ein zauberhafter Diamantring der seine verschienenen antiken Elemente zu neuer Schönheit bringt. Ein Ring wie es ihn nur einmal gibt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.