Für Weinliebhaberinnen

Antike Gemme der Ariadne als Brosche & Anhänger, 1920er Jahre

In der griechischen Mythologie war Ariadne die Tochter des Minos, König von Kreta – und unsterblich in den athenischen Königssohn Theseus verliebt. Doch Theseus verließ sie auf der Insel Naxos, wo stattdessen Dionysos, Gott des Weines, die Schlafende fand und sich in sie verliebte. So kam es, dass Ariadne seine Ehefrau wurde und später neben ihm in den Olymp einzog. Als Frau des Dionysos ist Ariadne durch ihren Schmuck aus Weinblättern, Ranken und Trauben zu erkennen, der sich um ihr Haupt windet. Ein fließendes, durchsichtiges Gewand schmiegt sich an ihre Schultern. Geschnitten wurde das Bildnis in Muschelschale, sodass es sich weiß vor dem rosigen Grund abhebt. Schon im 19. Jahrhundert wurden ähnliche Bilder in der Bucht von Neapel als Gemmen in Muschelschalen geschnitten, wo sie von Reisenden als Souvenirs erworben wurden; im 20. Jahrhundert setzte sich die Tradition dann fort. Wenngleich auch das Schmuckstück stilistisch noch die Belle Époque vertritt, verrät doch die Machart der Kugelschließe, dass die Gemme etwas später, wohl in den 1920er Jahren gefasst worden sein muss. Eine nicht unpassende Zeit, die Frau des Weingottes am Mantel oder am Dekolleté auszuführen – sind doch die Jahre der Weimarer Republik bekannt geworden für ihr rauschendes Nachtleben. Die Gemme lässt sich dank einer ausklappbaren Öse sowohl als Anhänger als auch als Brosche tragen.

Italien war seit Jahrhunderten das Sehnsuchtsziel aller Bewohner des kalten Nordens. Seine mediterrane Landschaft und die vielfältigen Kunstschätze machten das Land zudem zum Höhepunkt jeder Grand Tour. Auf dieser sogenannten Kavalierstour bereisten junge Adelige und später auch wohlhabende Bürger verschiedene Länder, um ihrer Bildung zu vervollkommnen, die unverzichtbare Eintrittskarte in höchste gesellschaftliche Schichten war. Seit dem 18. Jahrhundert waren es vor allem Engländer, durch ihr ausgedehntes Kolonialreich zu großem Wohlstand gekommen, die sich auf die noch immer beschwerliche Reise in den Süden machten. Fester Pogrammpunkt war die Region um den Golf von Neapel. Vor allem die antiken Ruinenstädte von Pompeji und Herculaneum begeisterten mit ihrem unmittelbaren Einblick in den antiken römischen Alltag die Reisenden und prägten nachhaltig den Geschmack. Als Souvenir eines solchen Aufenthaltes am Fuße des Vesuvs waren vor allem Gemmen mit mythologischen Motiven beliebt, war doch die Region von Neapel führendes Zentrum des Gemmenschnitts. In Stein, Muschelschale oder Koralle geschnitten wurden die Gemmen von den Reisenden erworben und häufig erst in ihrer Heimat gefasst.

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