Licht ins Dunkel

Antike Gemme mit Amor & Psyche, um 1820

In den Metamorphosen des Ovid nimmt die Erzählung von Amor und Psyche eine zentrale Rolle ein. Sie handelt von der sterblichen Königstochter Psyche, die so schön ist, dass selbst Venus vor Neid erzürnt. In ihrer Wut befiehlt die Liebesgöttin ihrem Sohn Amor, Psyche mit einem seiner Liebespfeile in einen schrecklichen Menschen verliebt zu machen. Doch der junge Gott erbarmt sich ihrer, denn er selbst entbrennt zu ihr in Liebe. So entführt er Psyche in einen Palast, in dem er sie nur in tiefster Nacht besuchen kommt, unter der Auflage, sie dürfe ihn niemals sehen oder nach ihm forschen. Doch keine Göttersage, kein Märchen oder Mythos wäre vollständig ohne die Protagonistin, die gegen die ihr auferlegte Regel aufbegehrt. In tiefer Nacht entzündet Psyche endlich eine Öllampe, um nur einen einzigen Blick auf den Geliebten zu erhaschen – doch dieser erwacht und flieht. Nach einer Reihe schwieriger Aufgaben, die Psyche zu bewältigen hat, wird sie letztendlich wieder mit Amor vereint, diesmal offen im Olymp. Doch ohne den schicksalhaften Moment des Erwachens wäre das glückliche Ende womöglich niemals eingetreten. Die vorliegende Gemme macht genau diesen tragischen Augenblick zum Inhalt ihrer Darstellung. Links sehen wir Psyche, mit Schmetterlingsflügeln dargestellt, denn ihr Name steht in der griechischen Sprache nicht nur für die Seele, sondern bezeichnet auch den Schmetterling. Traurig hält sie den Kopf geneigt, im Arm hält sie eine Öllampe. Rechts im Bild steht Amor, als Jüngling dargestellt, und spielt situationsgerecht auf der Aulos, mit der man im Altertum oft elegische Klagegedichte begleitete. Die Szenerie ist in feinem Schnitt in eine besonders zarte Muschelschale geschnitten worden, die man insbesondere in der Regency Era (1811-20) gern verwendete und die meist als Austernschale gehandelt wird. So fein und transluzent ist die Schale, dass sie zwischen fliederfarben und rosig irisiert; vermutlich wurde sie zusätzlich mit einer Folie hinterlegt. Die Fassung ist klar und schlicht, ganz im Stil der Zeit gehalten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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