Warten auf die Liebe

Antike Gemmen-Brosche in Gold mit Perl- und Rubinbesatz, um 1870

Der Liebesgott Amor oder Eros – verschmitzt und stets zu Streichen aufgelegt – soll, so will es der Mythos, mit zwei unterschiedlichen Arten von Liebespfeilen geschossen haben. Einerseits hatte er goldene Pfeile, die beim Getroffenen leidenschaftliche Liebe zu einer anderen Person auslösten. Andererseits hatte er aber auch bleierne Pfeile, die statt Liebe und Leidenschaft nur Abneigung hervorriefen. Das Chaos entstand vor allem dann, wenn Amor zu seiner Belustigung eine Person mit einem bleiernen, die andere mit einem goldenen Pfeil beschoss. Mit derlei Geschichten etwa unterhielt bereits Ovid in seinen Metamorphosen. Hier ist der kleine Liebesgott sitzend dargestellt und hält einen Pfeil in der Hand. Welche Art von Pfeil mag es sein? Ein wenig Aufschluss über die Natur des Pfeils, den Amor hier in die Höhe reckt, gibt immerhin die Fassung. Das umlaufende Band aus Saatperlen wird an vier Stellen von Elementen besetzt, die jeweils zentral mit einem Rubin besetzt sind. In der Juwelensprache des 19. Jahrhunderts war diese Verbindung ausdrücklich romantisch konnotiert: „Rubine eignen sich besonders für junge Liebende […] Im Allgemeinen gilt er als das Sinnbild der leidenschaftlichsten und glühendsten Liebe, die Perle dagegen als das der Seelenreinheit“ (Bazar. Illustrirte Damen-Zeitung, November 1886). Man mag also vermuten, dass Amor sogleich eine glückliche Liebe stiften wird. Es scheint also, als warte die Dame, die über dem Haupt des Liebesgottes auf einem Dreifuß lehnt, auf das Ergebnis des Schusses. Wer sie sie ist, wird nicht gleich deutlich: Sie trägt keine Attribute, es könnte sich aber um Erato, die Muse der Liebesdichtung handeln. Amors Mutter Venus hingegen wäre nackt oder nur mit einem Lendentuch bekleidet dargestellt worden – oder ist hier die Trägerin der Brosche gemeint, die so ihrer eigenen Suche nach der Liebe Ausdruck verleiht? Beide Figuren sind detailliert in feiner Austernschale dargestellt worden, sodass sie sich weiß vor dem graublau marmorierten Grund abheben. Die Brosche ist sehr schön erhalten und trägt auf ihrer Rückseite ein verstecktes Medaillonfach, in welches ein Bild oder eine Haarlocke einer geliebten Person hinter Glas eingefasst werden kann. Die Fassung ist eine Arbeit der Jahre um 1870, die im frühen 20. Jahrhundert um die Broschierung ergänzt wurde. Einst war sie Teil eines typischen Armreifs ihrer Zeit, mit breitem Reif, dem sie als ovales Mittelstück diente. So ist sie nun auf andere, nicht weniger dekorative Weise tragbar.

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Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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