Similis simili gaudet

Ohrringe mit Caesaren-Kameen & Diamanten, um 1820 / um 1900, Mariage aus unserer Werkstatt

„Similis simili gaudet.“ – Gleich und gleich gesellt sich gern. Ob diese seit der Antike bekannte Weisheit auch den Goldschmied beriet, der vor rund 200 Jahren diese zwei zarten Gemmen auswählte, um sie zu Ohrringen zu machen? In Fassungen aus Gold sehen wir zwei Ansichten desselben römischen Caesaren, wohl Gaius Iulius Caesar selbst. Auf dem einen Achat schaut er nach rechts, auf dem anderen nach links. Auf beiden trägt er, farblich wunderbar abgehoben, einen Lorbeerkranz. Die Bildnisse sind in Lagenstein geschnitten, eine Achatvarietät, bei der sich helle und dunklere Schichten abwechseln. Durch geschickte Bearbeitung lässt sich so ein erreichen, dass sich die Darstellung vor einem dunklen Grund leuchtend abhebt. Der Lorbeerkranz ist dann wieder aus der nächsten dunkleren Schicht darüber geschnitten. Die Gemmen sind in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts, um 1820 entstanden, einschließlich ihrer Rahmungen. In unserer Werkstatt sind sie mit funkelnden Diamanten in ihren Platinfassungen aus den Jahren um 1900 kombiniert und mit neuen Ohrbügel versehen worden, so dass sich die Ohrringe sicher und beruhigt tragen lassen.

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen kunstgewerblichen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der antiken Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. Oft waren Figuren des olympischen Götterhimmels oder mythologische Szenen das Thema der Darstellungen. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich an den Gecschichten, die die Muschelschalen erzählen konnten zu erfreuen. Die Kunst des Gemmenschneidens hat bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider in Italien, wobei sich jedoch leider die mythologische Themenwelt verloren hat.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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