Göttliche Begleiter

Antike Korallengemmen in Cannetille als moderne Ohrringe, um 1825/2019

Zwei hoheitsvolle Frauenköpfe sind in rote Koralle aus dem Mittelmeer geschnitten. Im Profil wiedergegeben strahlen die antiken Göttinnen würdevolle Erhabenheit und Ruhe aus. Breite Rahmen aus feinem Golddraht rahmen die Köpfchen, die so wie kleine Sonnen scheinen. Zurückhaltende Bügel aus Gold machen die Bildnisse zu Ohrringen. Die Rahmen aus Spiralen aus Gold sind in einer besonderen Technik ausgeführt, die Cannetille genannt wird. Schmuckstücke mit Cannetille waren besonders in der Dekade von 1820 bis 1830 populär. Es ist dem Filigran verwandt und besteht üblicherweise aus fein gehämmerten Blechen und Golddrähten. Die verwendeten Formen bestehen hauptsächlich aus Ranken, Spiralen und bienenkorbartigen Elementen, die wie zarte Spitze wirken und häufig mit feinen Granulaten verziert sind. Vgl. mit zahlreichen Beispielen Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 113–116 und David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 82, S. 85, usw. Die Verwendung des Cannetille legt also nahe, dass Gemmen und ihre Fassungen in den Jahren um 1825 entstanden sind, vermutlich in Italien, wo Schmuck aus Korallen und geschnitzte Gemmen in hoher Qualität für die Italienreisenden der Zeit entstanden. Das hier vorliegende Paar stammt mit italienischer Koralle dürfte in der Bucht von Neapel entstanden sein. Ursprünglich waren die Korallen mit ihren prunkvollen Rahmen Teil eines größeren Colliers, von dem wir in einem Nachlass nur noch einen Teil entdeckten, wohl gehütet doch leider nicht mehr zu tragen. Unser Goldschmied hat die Gemmen daher mit goldenen Ohrbügeln versehen und das Paar so zu Ohrringen gemacht: Auf dass die beiden göttlichen Begleiter nun ihre Trägerin beschützen und daran erinnern mögen, sich weiblicher Kraft bewusst zu sein.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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