Schönheit und Schrecken

Antike Manschettenknöpfe des Symbolismus aus hochkarätigem Gold, um 1900

Der antiken Sage nach war die Gorgone Medusa eine betörende Schönheit. Als aber Pallas Athene sie mit dem Meeresgott Poseidon überraschte, war Athene so erzürnt, dass sie Medusa in ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren verwandelte, das von nun an Schrecken unter den Menschen verbreiten sollte. Ihr fürchterlicher Anblick ließ jeden Mann sofort zu Stein erstarren. Erst der junge Perseus konnte dem Blick der Medusa durch eine List widerstehen: Er schaute allein die Spiegelung der Medusa in seinem polierten Schild an und konnte die Schreckliche so mit dem Hieb seines Schwertes enthaupten. Den Kopf der Gorgo nahm der Erzählung nach schließlich die Göttin Athene an sich und heftete ihn auf ihr Schild. Das „Gorgoneion“ sollte dazu dienen, Unheil abzuwehren und sich gegen Widersacher durchzusetzen. Schon in der Antike schmückten Darstellungen des abgeschlagenen Medusenkopfes zahlreiche Haus- und Tempeltüren, doch auch Waffen, Schiffe und Rüstungen und nicht zuletzt Schmuckstücke mit geschnittenen Gemmen und Kameen. Unter den Schriftstellern und Künstlern der späten Romantik dann erblickte man die Medusa aus neuer Perspektive. Der Schriftsteller Percy Bysshe Shelley widmete dem Anblick ihres abgeschlagenen Hauptes ein Gedicht, in welchem er feststellte: „Its horror and its beauty are divine“ – himmlisch sind der Schrecken und die Schönheit. Dieser Aspekt der Medusa, das Schreckliche und Schöne zu vereinen, ließ sie auch im Symbolismus des fin de siècle zu einem vielfach interpretierten Thema werden. Man richtete den Blick nach innen, machte Schönes und Schreckliches gleichermaßen und ohne Vorbehalt zum Gegenstand ästhetischer Kontemplation: Das Interesse galt allem, was das Gemüt regen und tiefe Empfindungen hervorrufen konnte. Die hier vorliegenden Manschettenknöpfe entstammen dieser wichtigen Strömung der europäischen Kulturgeschichte. Ihre Gestaltung ist reduziert auf das Gorgoneion, das von Schlangen umzüngelte Haupt der Medusa, welches alle vier Fronten bildet und plastisch in hochkarätigem Gold ausgeführt ist. Die Gorgoneia orientieren sich am Typus der Medusa Rondanini, jenes berühmten antiken Typus, von dem auch Goethe einen Gipsabguss besaß. Einfache goldene Spangen verbinden die Medusenhäupter. Ein wunderbares Paar aus der Hochzeit des Symbolismus.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

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Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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