Ewiger Frühling

Antike Muschelgemme als Brosche, England um 1850

Der römische Götterhimmel der Antike kannte Gottheiten für jedes erdenkliche Anliegen und mit den verschiedensten Zuständigkeiten. Die Göttin Flora – jung, schön und anmutig – war die Göttin des Frühlings, der Blumen und Feldfrüchte. Die Künstler stellten Flora einer griechischen Frühlingshore ähnlich dar, als blühende, blumengeschmückte Jungfrau – und in genau dieser Form begegnet sie uns auch hier. Im Zentrum dieser Brosche des mittleren 19. Jahrhunderts sehen wir in einem detailliert geschnittenen Cameo die Göttin Flora im Profil. Mit Blick nach rechts hebt sich das Bildnis vor dem carneolfarbenem Grund in heller Farbe mit einigen dunklen Akzenten ab. Reich ist ihr volles Haar mit Blüten und Blumen geschmückt. Die Gemme ist in vergoldetes Pichbeck gefasst und ein eleganter Rahmen des naturalistischen Stils schließt die Arbeit nach außen ab und lässt die Kamee als Brosche tragbar werden. Wir haben die mit einiger Sicherheit in Italien geschnittene und in England gefasste Kamee in London entdeckt.

Ein heute eher vergessenes Kapitel der Schmuckgeschichte sind die vielen durch die Jahrhunderte gebrauchten Ersatzmaterialien für die teuren Edelmetalle Gold und Silber. Die Namen dieser Erfindungen sind dabei Legion, vielleicht haben Sie schon einmal von Tombak gehört oder Alpacca, Neusilber oder auch Argentan? Im 19. Jahrhundert wurde Gold häufig durch Messing, also Legierungen aus Kupfer und Zink, ersetzt. Der Londoner Uhrmacher Christopher Pinchbeck (ca. 1670 – 18. November 1732) erfand eine besondere, nach ihm benannte Legierung, deren Farbe dem Gold besonders nahe kam und fortan vor allem in England besonders populär wurde. Zu Christopher Pinchbek vgl. Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 80 S. 39f.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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