Iris und die Wasser des Styx

Antike Muschelgemme der Iris nach Guy Head als Anhänger, um 1870 und später

Im Bereich der Muschelgemmen war es im 19. Jahrhundert vor allem die antike Götterwelt der Römer und Griechen, welche den Gemmenschneidern im Golf von Neapel zur Inspiration gereichte. Dies kam den Italienreisenden gerade gelegen, besuchten sie doch das geschichtsträchtige Land nicht nur für seine blühenden Zitronenbäume und seinen edlen Wein, sondern auch, um ihre Bildung zu vervollkommnen und zwischen Ruinen und Skulpturen der Antike nachzuspüren. Dann und wann jedoch schnitten die Gemmenschneider auch Muscheln nach bekannten, aufgrund ihrer Klientel meist britischen Gemälden. Die vorliegende Gemme etwa ist dem Gemälde „Iris Carrying the Water of the River Styx to Olympus for the Gods to Swear By“ von Guy Head aus dem Jahre 1793 nachempfunden, das im Jahre 1800 in der Royal Academy ausgestellt wurde (vgl. letzte Abb., heute verwahrt im Nelson Atkins Museum, Kansas City). Das Gemälde stellt Iris, die Göttin des Regenbogens dar, die auf Geheiß des Zeus die Wasser des Styx zum Olymp transportiert, damit zur Schlichtung eines Streits ein Gott einen Eid darauf leisten möge. Wurde jedoch ein Meineid geleistet, fiel der Gott ein Jahr lang in Bewusstlosigkeit und wurde nach seinem Erwachen weiteren Strafen ausgeliefert – so zumindest erzählt es der griechische Dichter Hesiod. Da dem Gemmenschneider im fernen Neapel nicht das Gemälde selbst vorlag, wird er sich – wie üblich in diesen Fällen – einer graphischen Reproduktion bedient haben. Hier handelte es sich scheinbar um eine Druckgraphik wie einen Kupferstich oder eine Radierung, denn die Darstellung an welcher der Künstler sich orientierte ist seitenverkehrt zum Gemälde. Diese Graphik nun hielt seine Werkstatt entweder in einem Vorlagenwerk bereit, oder aber der reisende Auftraggeber trug sie selbst im Gepäck. Die Gemme war jedoch nicht immer ein Anhänger: Ursprünglich handelte es sich scheinbar um das untere Pendel eines Ohrringes des sog. archäologischen Stils. Dieser Stil machte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts insbesondere in England Furore, wo man zu diesem Zweck häufig italienische Muschelgemmen in Gold fasste. Als wir die Gemme aus England erwerben konnten, war sie bereits zu einem Anhänger umgearbeitet worden, denn wohl ging einer der Ohrringe über anderthalb Jahrhunderte verloren oder zerbrach. Wir ergänzten dazu die goldene Kette.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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