Venus, von Tauben gezogen

Antike Muschelgemme in Goldfassung als Anhänger, um 1860

Venus, die Göttin der Liebe, war, wie ihrer griechische Entsprechung Aphrodite, in der Antike eine der am meisten verehrten Gottheiten. Zahlreiche Geschichten und Anekdoten ranken sich um ihre Liebschaften und erotischen Eskapaden. Sie galt als schönste aller Frauen und wurde als solche unzählige Male von Künstlern verewigt. Auch der vorliegenden fein geschnittene Muschelcameo zeigt die schöne Göttin. Sie thront auf einem antiken Streitwagen und wird von zwei Tauben, ihren Symboltieren, durch die Wolken des Himmels gezogen. Über ihr begleitet sie der geflügelte Eros, der eine Blumengirlande in den Händen hält. Die Bildfindung der Gemme war bereits in der Renaissance weit verbreitet. Pinturicchio and Giovanni da Udine freskierten um 1500 eine Version dieser Szene an der Decke der Borgia Appartements im Vatikan. Auch Raffael zeigte Venus in einem Streitwagen, der von Tauben gezogen wird, in der berühmten Villa Farnesina in Rom. Wir zeigen hier einen Stich von C. Lasinio nach Raffael. Auch die Meissener Porzellanmanufaktur stellte bereits im 18. Jahrhundert Figurengruppen mit der schönen Göttin auf ihrem Taubenwagen her. Die ovale Muschelgemme wird von einer schlichten Fassung aus Gelbgold gehalten und ist durch eine Öse als Anhänger zu tragen. Die Gemme ist vermutlich in den Jahren um 1860 in der Region um Neapel entstanden. Im Gepäck eines Reisenden gelangte sie dann nach England, wo im Viktorianischen Zeitalter Gemmen mit mythologischen Motive ausgesprochen beliebt waren.

Muschelgemmen mit mythologischen Motiven entstanden vor Allem im 19. Jahrhundert in Italien besonders für die Reisenden auf einer Grand Tour. Diese sog. Kavalierstour, welche hier die Bildung der Reisenden vervollkommnen sollte, führte zu den antiken Bauwerke, in die Kunstsammlungen Roms und Neapels und die frühen Touristen brachten von ihrer Reise kleine Souvenirs mit über die Alpen, die von den Erlebnissen der italienischen Reise künden sollten.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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