Goldenes Zeitalter

Antike Parure mit Imperial Topasen in Gold, um 1820 und später


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Beschreibung
Die Jahre kurz nach 1800 brachten eine wunderbare neue Erfindung im Bereich des Schmucks: Die Edelsteinfassung „a jour“. Zuvor waren Edelsteine in geschlossene Schalen aus Metall gesetzt mit der Idee, dass das Metall hinter dem Stein das Licht wie ein Spiegel reflektiert. Verbesserte Schliffe und zunehmend qualitätvollere Edelsteine ließen die Steine nun jedoch aus sich selbst heraus leuchten. Es bedurfte nur noch einer umlaufenden Zarge, um sie am Platz zu halten: Damit wurden die Entwürfe leichter, zarter und ungemein eleganter. Die hier vorliegende Parure zeigt die Schönheit und den Reiz dieser Art, kostbare Edelsteine zu präsentieren und fasst 34 Imperial Topase in hochkarätiges Gold. Aus modernen Schmuck sind uns beinahe nur die stark behandelten blauen Topase geläufig, doch im frühen 19. Jahrhundert liebte man den Edelstein in seinen natürlichen Schattierungen von Gold- und Rosatönen. Diese Steine kamen aus den brasilianischen Minen bei Ouro Preto über Portugal nach Europa und waren zum Zeitpunkt der Entstehung der hier vorliegenden Schmuckstücke erst seit einigen Dekaden bekannt. Die Topaze dieser Parure zeigen eine wundervolle Bandbreite warmer Sherry- und Pfirsichtöne. Sie bilden ein großes Kreuz, sowie ein Collier und ein Paar Ohrringe. Die zarten Fassungen aus hochkarätigem Gold lassen die Edelsteine beinahe schweben. Kleine Kugeln ringsum fügen reizvolle Lichtpunkte hinzu. Sie erlauben es zudem, die Schmuckstücke in die Jahre um 1820 zu datieren, als diese Art der Fassungen modern war. Besonders reizvoll ist, dass sich die Schmuckstücke auf verschiedene Weise tragen lassen. Das Kreuz lässt sich als Anhänger in die Mitte des Colliers einhängen, besitzt aber auch eine Öse und kann so an jeder anderen Kette getragen werden. Eine separate Broschierung ermöglicht es zudem, das Kreuz auch als Brosche zu verwenden. Die Ohrringe wiederum erlauben auch, sie auf unterschiedliche Weise zu tragen: Die unteren Topase lassen sich aushängen, sodass wahlweise längere und kurze Ohrringe zur Verfügung stehen. Die Parure wurde stets gepflegt und in Ehren gehalten. Nach ihrer Entstehung in den Jahren um 1820 ist zum Ende des 19. Jahrhunderts das Element mit der Broschennadel ergänzt worden, auch das Sicherungskettchen des Colliers stammt wohl aus dieser Zeit. Die Stifte der Ohrringe und die Steckmuttern sind neueren Datums, sie wurden wohl in den letzten Dekaden an die Ohrringe gesetzt. Unabhängige Gutachten haben die Qualität der Topase bestätigt. Ein antikes Etui mit neuer Einrichtung sorgt dafür, dass die Parure auch die kommenden Generationen unversehrt wird erfreuen können. Zur Datierung vergleichen Sie mit zahlreichen Beispielen Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 74ff. sowie S. 113.
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Als die 1768 Nachricht über die Entdeckung der reichen Topasvorkommen von Ouro Preto in Brasilien Lissabon erreichte, richtete der Portugiesische Hof unter Joseph I. ein großes Fest aus. Schon seit 1751 hatte es Gerüchte gegeben über einen Brasilianischen Rubin, einen neuartigen Edelstein aus Brasilien, der dem notorisch geldknappen Königshaus neue Finanzreserven und Ansehen verleihen sollte. Der wunderbare Stein, der hier gefeiert wurde, der Imperial Topas, bezaubert und verführt Edelsteinliebhaber noch immer. Denn dieser besondere Topas, mit seiner sherrybraunen bis manchmal auch pinken Farbe, wird bis heute nur in der Gegend von Ouro Preto im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais gefunden. Er ist bis heute der teuerste und seltenste Topas überhaupt. Über viele Generationen blieb er nur dem Adel Europas vorbehalten, so gering waren die Fördermengen. Ende des 19. Jahrhunderts dann galten die Vorkommen sogar als ganz erschöpft – bis 1908 in größerer Tiefe am selben Ort doch noch einmal weitere Steine gefunden werden konnten.
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