Denk an mich

Antike Pietra Dura-Tafel mit floralem Motiv in Goldbrosche, Florenz um 1870

„Pietra Dura“, ital. harter Stein, bezeichnet die Technik des Florentiner Mosaiks, welches sich durch die Nutzung exakt zurecht geschnittener Halbedelsteine auszeichnet. Insbesondere im 16. Jahrhundert, als Florenz eines der künstlerischen Zentren der westlichen Welt war, florierte dieses Handwerk, welches sich vom klassischen, sich gleich großer Steinfragmente bedienenden Mosaik bedeutend unterscheidet. Als etwa ab der Mitte des 19. Jahrhundert vielerorts ein neues Interesse an der italienischen Renaissance aufkam, wurden kleine Tafeln aus Pietra Dura zu beliebten Souvenirs der Italienreisenden. Sie stellten zumeist Blumen dar, die in der Vorstellung jener Zeit sentimentale Botschaften transportieren konnten: Hier sind es die weiße Rose und das Stiefmütterchen, die für Unschuld und den Gedanken an eine geliebten Person stehen. Kunstvoll ist jedes einzelne Blütenblatt in Halbedelstein geschnitten worden, sodass die einzelnen Fragmente sich nahtlos aneinander fügen. Besonders hübsch und selten ist dabei die idee, die iberen Blätter des Stiefmütterchens in halb transparentem Stein auszuführen, was der Darstellung eine besondere Tiefe verleiht. Solche Souvenirs waren in Europa, aber auch Amerika beliebt und wurden verschieden gefasst: Als Armband, als Ohrringe, oder wie hier als einzelne Brosche. Zur Datierung vgl. Charlotte Gere/Judy Rudoe: Jewellery in the Age of Queen Victoria, London 2010, S. 505, Abb. 511.

Pietra Dura (it. „harter Stein”) ist eine traditionelle Handwerkskunst aus Florenz, in der Bilder und Ornamente aus Plättchen harter Steinsorten zusammengesetzt werden. Anders als im Falle der klassischen Mosaikkunst aus bunten Würfeln oder Stiften verwendet das Pietra Dura-Verfahren genau angepasste Formstücke, die nach den entsprechenden Feldern der Vorzeichnung geschliffen werden. So entstehen besonders widerstandsfähige, dauerhafte dekorative Oberflächen. Die Blüte des Pietra Dura-Handwerks in Florenz entfiel auf das 16. Jh., als nicht nur die berühmte Medici-Kapelle in San Lorenzo ausgestattet wurde, sondern auch zahlreiche Tische, Schmuckstücke, Altäre und eigentlich jeder nur denkbare Gegenstand mit dieser aufwendigen und kostspieligen Technik verziert wurde. Doch noch heute findet sich in der Via degli Alfani 78 mit dem Opificio delle Pietre Dure eine Werkstatt, welche allein auf die Herstellung von Kunstwerken in dieser Technik spezialisiert ist. Schmuckstücke aus Pietra Dura sind seit der Renaissance ein beliebtes Souvenir von jedem Florenzbesuch. Besonders im 19. Jahrhundert, im Zeitalter der Grand Tour, brachten daher die jungen Adligen aus Nordeuropa entsprechende Stücke von ihrer ausgedehnten Italienreise mit in ihre Heimat, um den Daheimgebliebenen die Schönheit und Kunstfertigkeit Italiens nahe zu bringen.

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