Opale der Magyaren

Antike, prachtvolle Brosche mit ungarischen Opalen, um 1870

Wenn man an Opale denkt, kommen einem meist die schillernden Edelsteine aus Australien in den Sinn. Doch wurden bis ins späte 19. Jahrhundert hinein auch Opale in Europa gewonnen! Die einzige Mine, die diese kostbaren Steine in Schmuckqualität hervorbrachte, befand sich im Magyarenreich, dem Königreich Ungarn. Ungarische Opale zeichnen sich durch ein besonders kräftiges Farbspiel aus und die Edelsteine, welche schnell zu den Nationalsteinen Ungarns avancierten, finden sich in vielen Schmuckstücken dieses Landes wieder, insbesondere im Bereich der Volkstrachten. Nach der Krönung Kaiser Franz-Josefs I. 1867 zum König von Ungarn wurden Opale auch in Wien, der Hauptstadt des Habsburgerreiches, zum „must have“. Hier entstanden zahlreiche prachtvolle Schmuckstücke, die mit den schillernden Edelsteinen aus dem neuen Kronland aufwarten, und die Damen und Herren der Wiener Gesellschaft schmückten. Hier liegt nun ein Schmuckstück vor, eine große Brosche aus Silber, die ungarische Opalen in reicher Fülle präsentiert. Die prachtvolle Komposition zeigt sich in den reichen Formen der Neo-Renaissance. Ein großer Opal bildet den Mittelpunkt des Schmuckstücks. Um dieses Zentrum herum sind weitere Opale und rot funkelnde Almandin-Granate gesetzt. Der Corpus des Juwelenstückes besteht aus vergoldetem Silber Farbenfroh und eindrucksvoll zugleich, ist das Stück ein eindrucksvolles Beispiel österreich-ungarischer Juwelierskunst der Jahre um 1870.

Die Reise in die Vergangenheit hat bis in unsere Gegenwart ihren Reiz behalten. Immer wieder neu beschäftigen sich Künstler und Gestalter mit den Moden und Formen vergangener Zeiten: Nicht nur die Postmoderne lebte vom Rekurs auf die Antike, auch Picasso liebte die Klassik und der Punk Vivienne Westwoods den Barock. Im 19. Jahrhundert war die Begeisterung für die Vergangenheit sogar noch größer. Die Menschen der Zeit verbanden mit den unterschiedlichen Kunststilen ihrer Vorfahren gang konkrete Eigenschaften. Für die Schlösser des Adels verwendete man den Barock und das Rokoko, um Glanz und Größe auszudrücken. Kirchen entstanden gern im Stile der Gotik, galt doch das Mittelalter als besonders gläubige Epoche – und dem Bürgertum war die Zeit der Renaissance besonders lieb. Diese Epoche der freien Städte mit ihrer Regierung freier Bürger, reicher Händler und Kunstmäzene wie den Fugger in Augsburg oder den Medici in Florenz übte auf die aufstrebende Schicht der Händler und Fabrikanten des 19. Jahrhunderts einen besonderen Reiz aus. Sie erkannten sich selbst und ihren Wunsch nach Teilhabe und Bedeutung im Staate in den Persönlichkeiten der Vergangenheit wieder, ließen sich im Stil der Vergangenheit malen und kauften auch Schmuck im Stil der Renaissance.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.