Ein Schutzengelchen

Antike Reversnadel mit Emailmalerei nach Raffael, um 1890


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Beschreibung
Himmlische Grüße – wer freute sich nicht über einen kleinen Schutzengel? Bei der hier vorliegenden Reversnadel des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist es einer dieser niedlichen Racker, der uns in feiner Emailmalerei entgegen schaut. Leicht versonnen, das Kinn auf die verschränkten gestützt, ist der Himmelsbote jedem von uns geläufig, handelt es sich bei ihm doch wohl um die bekannteste Engelsdarstellung der europäischen Kunst. Der Engel findet sich mit einem weiteren Begleiter am unteren Rand von Raffaels Sixtinischer Madonna. Das Renaissance-Gemälde aus dem Jahr 1512 wurde im Jahr 1754 von August III. von Sachsen als Glanzstück seiner Sammlungen erworben und befindet sich seitdem in Dresden. Interessanterweise ist das Gemälde in seiner Gesamtheit heute vielen Menschen jedoch weit weniger geläufig als eben die beiden Puttenfiguren, die als eigenständiges Motiv millionenfach auf Postern oder Postkarten auftauchen. Schon kurz nach 1800 hatte sie der deutsche Maler August von der Embde einzeln kopiert und so ihren Weg zum Ruhm vorgezeichnet. Dass ihr Eigenleben bereits früh begann, davon zeugt auch unsere Nadel. In feiner Emaillierung ausgeführt, mit Diamant-besetzten Flügelchen und in Gold gefasst, ziert der Engel das kreisrunde Schaustück. Das Schmuckstück ist wunderbar erhalten – und so kann der niedlich Engel nun von Neuem glänzen und beschützen.
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Im 19. Jahrhunderts war der Tod noch allgegenwärtig. Eine Vielzahl von Regeln und Verhaltensnormen sollten den Trauerschmerz der Hinterbliebenen mildern und zugleich den Anstandsvorstellungen der Gesellschaft genüge tun. Entsprechend dem Verwandschaftsgrad waren etwa Trauerzeiten akribisch festgelegt, in denen spezielle Kleidung zu tragen war. Zur Trauerkleidung gehörte auch speziell angefertigter Schmuck. Dessen Gestaltung orientierte sich hauptsächlich am Beispiel der Fürstenhöfe. Queen Victoria trug nach dem Tode ihres Gatten Prinz Albert im Jahr 1861 bis an ihr Lebensende Trauer und auch in Wien gab es nach dem Selbstmord Kronprinz Rudolfs 1889 eine „Hoftraueransage“. Getragen wurde vor allem schwarzer Schmuck aus den Materialien Jet, Email, Eisen und Perlen die seit je her als Symbol der vergossenene Tränen galten. Vgl. hierzu etwa Brigitte Marquardt: Schmuck des Realismus und Historismus, München 1998, S. 32 f.
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Unser Versprechen

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