Ein verführerisches Schatzkästlein

Große Rubin- & Diamant-Parure in Gold & Silber, wohl Persien um 1950

Formen und Entwürfe aller Schmuckstücke wandeln sich im Laufe der Zeiten und Epochen. Doch ebenso unterscheiden sich Juwelen aus den verschiedenen Weltgegenden voneinander. Schon Schmuckstücke aus Großbritannien sehen in der Regel anders aus als solche aus Frankreich oder Italien, bedingt durch andere Moden und die zur Verfügung stehenden Materialien. Wie verschieden und faszinierend ist da erst Schmuck aus entfernteren Gegenden? Die hier vorliegende Parure, also ein Set aus Collier, Armband, Ring und Ohrringen, entführt in das Reich des Schah, das schillernde Persien der Jahre um 1950. Wie das Land selbst, das damals sowohl aus der eigenen, reichen Geschichte schöpfen konnte und zugleich auch dem Westen sich öffnete, so finden wir hier Einflüsse der eigenen Kultur und Verweise auf die Formen westeuropäischen Schmucks. Alle Teile sind aus ähnlichen, doch immer wieder variierten Elementen aufgebaut: Je ein großer Rubin im Facettenschliff von einem intensiven Rot, ist in einen breiten Rahmen aus Gold und Silber mit üppigem Diamantbesatz gesetzt. Durch die abwechslungsreiche Variation der Elemente erhält das Set einen schönen Zusammenhang und zugleich ist jedes Element auch als individuelles Objekt interessant. Die reich mit Diamanten besetzten Rahmen der Rubine gleichen großen Blüten. Ihre geschwungenen Formen erinnern ebenso wie die Details der beweglichen Abhängungen der Mitte des Colliers an Schmuckentwürfe der Belle Époque, im sog. Garland Style. Raffiniert sind die aus Silber gefertigten Bögen stellenweise geschwärzt, um ein noch reicheres Spiel von Licht und Schatten zu erzeugen, auch dies typisch auch für Schmuckformen des späten 19. Jahrhunderts. Verlässt man aber den Blick auf das Detail und schaut auf den gesamten Entwurf, so zeigt sich deutlich, wie hier zugleich eine eigene, reiche, fremde Tradition des Schmucks vor allem den Entwurf des Collliers bestimmt hat. Die schwere Ausführung aller Stücke vermittelt ein Gefühl von Luxus. Die Parure ist nicht dezent oder zurückhaltend, sondern will durch die Fülle des Lichtes und der kostbaren Materialien begeistern. Es ist ein Ausflug in eine andere Welt, auf die Collier, Armband, Ohrringe und Ring ihre Trägerin und deren Umgebung mitnehmen – und diese Reise gelingt, denn sie bezaubern unmittelbar. Wir haben das Set in der abgebildeten, antiken Box erworben. Eine geprägte Grafenkrone über den Initialen „PR“ ziert den mit Leder bezogenen Deckel. Im Innern bietet sie für alle Stücke der Parure je einen eigenen Platz, gut geschützt auf Samt. Vermutlich ist die Box selbst älter als der Schmuck. Wir wissen daher nicht, ob hier eine uns unbekannte Gräfin ihren im Kriege verlorenen Schmuck durch die prachtvolle Parure ersetzte – denkbar immerhin wäre es, denn die Stücke passen sehr gut in das Futteral. Das Set ist erstklassig erhalten und wartet nur darauf, bald wieder zu einem großen Anlass zu schmücken – und zugleich ein Lieb von fernen Ländern zu singen, von Pracht und Farbe, von Reichtum, von Freude und Verführung durch Luxus.

Der Rubin ist die rote Varietät des Minerals Korund. Korunde begegnen in beinahe allen Farben des Regenbogens, auch ganz farblose Steine sind darunter. Doch während alle diese Steine auch als Saphir angesprochen werden können, sind allein die prächtig roten Steine dieser Mineralgattung Rubine. Unter den Farbsteinen ist der Rubin mit Abstand der wertvollste Stein, allein besonders qualitätvolle pinke, blaue oder grüne Diamanten erzielen heute höhere Preise. Dabei wurden in der Geschichte die besten Rubine stets in Burma gefördert, rund um die Stadt Mogok. Sie zeichnen sich durch eine intensive, pink-rote Farbe aus, die auch als „Taubenblut“ bezeichnet wird. Die besten Steine scheinen dabei wie von einem inneren Feuer heraus zu leuchten, das am besten bei Tageslicht sichtbar ist: Steine, die bei Kunstlicht noch traumhaft rot leuchten, können unter der Sonne wie ausgewaschen wirken. Der Überlieferung nach sind Rubine göttliche, fürstliche Steine. Da ihre Farbe an Blut und loderndes Feuer erinnert, war ihre Verbindung zur brennenden Liebe ganz selbstverständlich. Angeblich verhindern sie sogar Krankheiten und spenden stolzen, frischen Mut. Indische Fürsten ließen sich daher sogar als „König der Rubine“ anreden. Im Gegensatz zu historischen Rubinen sind in den letzten Dekaden geförderte Steine in beinahe allen Fällen hitzebehandelt um ihre Farbigkeit zu verbessern, was dem Preis der Steine indes nicht zuträglich ist.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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