Ewiges Andenken

Antike Schlangenbrosche aus Haar & Gold, um 1860


398,00 € *
Inhalt 1 Stück
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Antike Schlangenbrosche aus Haar & Gold, um 1860
Antike Schlangenbrosche aus Haar & Gold, um 1860
Beschreibung
"Wenn wir an die Unvergänglichkeit des menschlichen Haares denken, können wir leicht die Sorge verstehen, mit der ein Zopf oder eine Locke bewahrt wird, aus der Stirn eines Freundes geschnitten, der vielleicht schon lange unter den Toten weilt oder von uns getrennt ist – nicht nur durch Meilen und Meilen des Ozeans, sondern durch neue Bindungen und neue Sorgen. Wir schauen auf die wenigen Haare, die das liebe Gesicht zurückrufen, das wir nie mehr sehen werden, auf Szenen, die wir nie mehr erleben werden, und auf Ereignisse, welche die Vergangenheit lange zu den ihren zählt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese Verbindungen, die uns mit der Vergangenheit verbinden, wie ein Schatz gehütet werden (...)." – Aus einem Buch über Haarschmuck: Alexanna Speight, The Lock of Hair: Its History, Ancient and Modern, Natural and Artistic; With the Art of Working in Hair, Illustrated by Numerous Designs, 1871. Die ganze Sentimentalität und der Freundschaftskult des 19. Jahrhunderts kommen im Haarschmuck zum Ausdruck. Oftmals das einzig greifbare Andenken an eine geliebte Person, wurden die Haare von Freunden, Verwandten und geliebten Partnern oftmals noch zu Lebzeiten zu Schmuckstücken verarbeitet. Auch die vorliegende Brosche ist ein solches Schmuckstück, das der Verbundenheit mit einer anderen Person Tribut zollt. Sie ist aus sorgfältig geflochtenem, brünetten Haar gestaltet, dessen kostbarer Status durch die Verwendung von Gold und Türkisen unterstrichen wird. Die Schlangenform ist dabei als Rückgriff auf das antike Motiv des Ouroboros zu verstehen, der sich selbst in den Schwanz beißenden Schlange als Ewigkeitssymbol. Wurde das Motiv auch abgewandelt, assoziierte man die Schlange doch im sentimentalen Schmuck des 19. Jahrhunderts weiterhin mit der Ewigkeit, die man auf die Liebe und Erinnerung bezog. Ein anrührender Kunstgriff ist die Verwendung von Türkisen als Augen: Dieser Halbedelstein wurde aufgrund seiner Farbe mit dem Vergissmeinnicht assoziiert, übernahm also dessen sprechende Bedeutung. Die Popularität des Schlangenmotivs zeigt eine Seite aus einem Musterbuch für Haarschmuck aus dem Jahre 1864 (letzte Abb.). Viele Motive muten für das Datum recht konservativ an, folgen also nicht der allerneusten Mode, sondern jener der vorigen Dekaden. Aus diesem Grund datieren wir auch unsere Schlangenbrosche in die Zeit um 1860 und nicht früher.
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Geschenke aus dem eigenen Haar waren im 18. und 19. Jahrhundert gang und gäbe, eine Tradition, welche als Freundschafts- oder Liebesgabe im Biedermeier ihren Höhepunkt fand. Die Familie, das eigene Haus und die Freunde spielten im Leben der damaligen Zeit eine große Rolle - das Zeitalter der Romantik war von besonderer Empfindsamkeit geprägt. In diesem Zusammenhang entstanden auch Schmuckstücke aus Haar, die als besonders persönliche Geschenke, (denn Haar ist ja ein Teil des eigenen Körpers!) eine innige Verbundenheit ausdrücken sollten. Im Volksglauben ist das Haar der Sitz der Lebenskraft. Wer ein Haar von einem anderen besitzt, hat Macht über ihn. Wer also sein Haar einem anderen schenkt, liefert sich ihm sozusagen aus und schenkt ihm einen Teil des eigenen Leibes: „Ein Haar fesselt stärker als die stärkste Eisenschnur“ berichten alte Märchen, wie man im „Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens“ nachlesen kann. Die einfachste Form des Haarschmuckes, die sich bis heute erhalten hat, ist die Locke im Medaillon oder die geflochtene Haarkette, die die liebende Gattin dem jungen Ehemann zum Geschenk machte.
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Unser Versprechen
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Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

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