Aus alter Zeit

Antike Silber-Brosche der Neorenaissance mit plastischem Herrenportrait, 1870er Jahre

Die Reise in die Vergangenheit hat bis in unsere Gegenwart ihren Reiz behalten. Immer wieder neu beschäftigen sich Künstler und Gestalter mit den Moden und Formen vergangener Zeiten: Nicht nur die Postmoderne lebte vom Rekurs auf die Antike, auch Picasso liebte die Klassik und der Punk Vivienne Westwoods den Barock. Im 19. Jahrhundert war die Begeisterung für die Vergangenheit sogar noch größer. Die Menschen der Zeit verbanden mit den unterschiedlichen Kunststilen ihrer Vorfahren gang konkrete Eigenschaften. Für die Schlösser des Adels verwendete man den Barock und das Rokoko, um Glanz und Größe auszudrücken. Kirchen entstanden gern im Stile der Gotik, galt doch das Mittelalter als besonders gläubige Epoche – und dem Bürgertum war die Zeit der Renaissance besonders lieb. Diese Epoche der freien Städte mit ihrer Regierung freier Bürger, reicher Händler und Kunstmäzene wie den Fugger in Augsburg oder den Medici in Florenz übte auf die aufstrebende Schicht der Händler und Fabrikanten des 19. Jahrhunderts einen besonderen Reiz aus. Sie erkannten sich selbst und ihren Wunsch nach Teilhabe und Bedeutung im Staate in den Persönlichkeiten der Vergangenheit wieder, ließen sich im Stil der Vergangenheit malen und kauften auch Schmuck im Stil der Renaissance. Die hier vorliegende Brosche huldigt dieser Zeit und präsentiert sich als eine reiche Treibarbeit in Silber mit Auflagen aus Gold. In der Mitte eines von zwei Putten gehaltenen Wappenschildes schaut uns ein mittelalter Mann entgegen. Den Kopf leicht zur Seite gedreht, erscheint die Darstellung durch ihren Realismus lebensnah und lebendig. Wer der Dargestellte ist, wissen wir nicht. Ähnlichkeiten gibt es zu Dürers Bildnis des Hans Tucher von 1499, der einen ganz ähnlichen Hut trägt. Auch Parmigianinos Portrait eines jungen Mannes aus dem Louvre von 1525 birgt Ähnlichkeiten mit der Darstellung der Brosche, was zeigt, dass die Jahre, um 1500 als Referenz gedacht waren. Die wunderbar detailreiche Arbeit ist in den 1870er Jahren entstanden. Sie ist sehr gut erhalten und eine wunderbare Einladung in die Vergangenheit.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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