Weiße Nächte

Großer Jugendstil-Schmuck Diamanten & Blisterperlen, um 1895

Ein typisches Schmuckstück des späten 19. Jahrhunderts ist das vorliegende Weißjuwel. Ursprünglich dazu gedacht, am Abend zum weit ausgeschnittenen Kleid mittig vor der Brust getragen zu werden, verfügt es sowohl über eine Broschierung als auch über zwei Aufhänger zum Tragen an einer Halskette. So ließ es sich sowohl am Ausschnitt feststecken als auch auf der Haut tragen – denn natürlich rentierte sich ein kostbares Juwel umso mehr, je öfter es auf verschiedene Arten und Weisen getragen und kombiniert werden konnte. Zeittypisch für die Entstehungszeit des Schmuckstückes ist es in Silber auf Gold ausgeführt, denn Platin wurde aufgrund seiner Härte und seines Preises noch kaum verarbeitet und Weißgold sollte erst in den 1910er Jahren erfunden werden. So aber ist das Nachdunkeln des Silbers bereits Teil des Entwurfs, denn es lässt die Diamantrosen heller glänzen. Zwei Blisterperlen ergänzen den Entwurf. Hierbei handelt es sich um Perlen, welche der Schale der Muschel angewachsen waren und anschließend aus der Schale herausgeschnitten wurden. Sie irisieren und schimmern intensiv, denn sie wurden von der Muschel mehrfach mit Perlmutt überzogen. Grünliche und roséfarbene Reflexe bereichern den cremigen Lüster. In seiner verspielten Gestaltung beweist das Schmuckstück, wie sich aus den geschwungenen Pflanzenformen des Jugendstil immer neue, überzeugende Schmuckstücke entwickeln ließen. Jeder Entwurf variierte die verschiedenen Elemente und lässt den Wunsch der Zeit nach Leichtigkeit und Schönheit doch stets gleich erahnen.

Weißjuwelen, also Schmuckstücke in weißer Farbigkeit, feiern das Licht. Die Neuerung der elektrischen Glühlampe ließ am Ende des 19. Jahrhunderts die Nacht zum Tage werden. Folglich konnte nun auch der Schmuck am Abend strahlen wie noch nie zuvor. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Als dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst Platin und schließlich auch Weißgold ihren Einzug in die Schaufenster der Juweliere hielten, war dieser weiße Glanz vollkommen, und die Nacht zum Tage gemacht.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen