Ein Helfer in der Not

Antiker Antoniusring aus Silber, wohl Süddeutschland um 1890

Rund um den Globus wird der Heilige Antonius von Padua als Schutzheiliger verehrt. Er wird bei Unfruchtbarkeit, Fieber, Pest, Schiffbruch und in Kriegsnöten verehrt, soll gegen Viehkrankheiten helfen uns ist daneben auch für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände zuständig, weshalb ihm der scherzhafte Beiname „Schlampertoni“ in Bayern oder „Schussels Tünn“ im Rheinland gegeben wurde. Gerade für seine letzte Funktion gibt es ganz spezielle Fürbitten, die man an den Heiligen Antonius richtet, wenn man etwas Verlorenes sucht. Im Rheinland zum Beispiel gilt es den folgenden Satz sieben Mal zu wiederholen: „Hilliger Antonius flöck, flöck, flöck, kumm und maak di Meesterstöck!", auf Hochdeutsch also soviel wie: „Heiliger Antonius schnell, schnell, schnell, komm und mach´ dein Meisterstück.“ Eine weitere Form der Verehrung des Heiligen ist das Tragen eines sog. „Antoniusringes“ um sich so der Nähe des Heiligen stets sicher zu sein. Emma Pressmar hat in Ihrem Buch über antike Ringe gezeigt, dass diese meist aus SIiber gefertigten Ringe besonders im Alpenraum von Deutschland, Österreich, Südtirol und Frankreich verbreitet waren, doch auch in Italien und Spanien begegnen. Vgl. Emma Pressmar: Ringe reden. Die Sammlung Emma Pressmar im Ulmer Museum, Ulm 1991. Einen Antoniusring sehen wir nun auch hier. Bei diesem Stück handelt es sich um ein Exemplar des ausgehenden 19. Jahrhunderts aus massivem Silber. Der vermutlich in Bayern entstandene Ring zeigt als zentrales Motiv ein Hüftbild des Heiligen Antonius von Padua im Profil, dem der Christusknabe erscheint. Der Heilige trägt das Kind auf seinem rechten Arm. Die geprägte Plakette ist in eine vorgezogene Zarge eingelassen. Die Ringschultern werden durch große Blütendolden gebildet, die die sich zum Ringkopf hin aufspaltende breite Ringschiene überdecken. Der hier vorliegende Ring kam aus einer norddeutschen Sammlung zu uns.

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