Urlaubsreif

Antiker Armreif mit Lachskorallen & Perlchen, um 1890

Der hier vorliegende Armreif entführt uns in einen Sommer vor über 100 Jahren. Denn Sommerschmuck, oder Erinnerung an einen solchen, waren Korallen schon immer. Die große Reise in den Süden, nach Italien mit seinen Kunstschätzen von Antike bis zur Neuzeit noch 19. Jahrhundert die Quintessenz klassischer Bildung. An der Wende zum 20. Jahrhundert konnten es sich dann immer größere Kreise der Gesellschaft leisten, in den schönen Süden zu fahren. Und natürlich mussten auch Souvenirs von diesem Aufenthalt mit nach Hause gebracht werden. Aus Neapel waren dies vor allem Korallen und in Muschel geschnitzte Gemmen, für deren Herstellung diese Region seit jeher berühmt war. Der vorliegende Armreif fasst lachsfarbene Boutons aus Mittelmeerkoralle zu einem Blütenmotiv zusammen, welches die Schauseite des Armreifes ziert. Diese charakteristische Farbe kam durch einen unterseeischen Vulkanausbruch 1831 zustande, der zahlreiche Korallen im Mittelmeer hatte absterben lassen. 1875 wurden diese bis dahin zu einer zarten Lachsfarbe ausgeblichenen Bestände entdeckt und für nur wenige Jahrzehnte zu Schmuck verarbeitet. So liegen uns viele Schmuckstücke des späten 19. Jahrhunderts mit pastellfarbenem Korallenbesatz vor, der gleichzeitig ihre frühe Entstehung bestätigt. Die Korallen sind neben kleinen Perlchen in vergoldetes Tombak gefasst. Durch einen sicher einrastenden seitlichen Schnappverschluss lässt sich der Reif auch ohne Hilfe anlegen. Ein perfektes Schmuckstück für alle, die das ganze Jahr über von italienischen Sommern träumen – ein wahrer Urlaubsreif eben!

or dem an der Südküste Siziliens liegenden Ort Sciacca brach im Juli des Jahres 1831 ein unterseeischer Vulkan aus. Fischer beobachteten die Explosionen und entdeckten zu ihrem Erstaunen, dass der Vulkan eine neue Insel gebildet hatte. Sofort als die Eruptionen endeten, entbrannte ein heftiger Streit, zu welchem Land das neue Eiland gehören sollte. Das Königreich beider Sizilien betrachtete es als natürlichen Bestandteil seines Territoriums und benannte es nach seinem König, Ferdinand II., Ferninandea. Doch auch Großbritannien beanspruchte das strategisch an wichtigen Schifffahrtsrouten gelegene Neuland für sich und nannte es Graham Island. Die französische Flotte reklamierte die von ihr Julia genannte Insel ebenfalls, und auch Spanien erhob Ansprüche. Den Streit schlichtete schließlich die Natur: Denn bereits 1832 hatten die Wellen die Insel soweit abgetragen, dass sie im Meer versank und lediglich als Untiefe erhalten blieb. Doch was hat das Geschehen mit Korallen zu tun? Die wiederholten untermeerischen Vulkanausbrüche und zahlreichen Erdbeben hatten große Mengen Korallen absterben lassen, die eine der reichsten Lagerstätten des gesamten Mittelmeers bildeten. Diese subfossilen Korallen hatten durch die Lagerung im Wasser einen lachsfarbenen Farbton angenommen, der sie unverwechselbar machte. Entdeckt wurde dieser Schatz des Meeres im Jahre 1875. Bettu Ammareddu, Kapitän eines Trawlers, fischte an der Untiefe, die einstmals die Insel war. Dabei fiel ihm der Legende zu Folge seine Halskette, die er als Geschenk seiner Liebsten erhalten hatte, ins Wasser. Als er nach der Kette tauchte stellte er fest, dass der Meeresboden über und über mit Korallen bedeckt war. Bald begann der Abbau der Korallen, doch ebenso schnell, schon 1915, waren die Vorkommen restlos erschöpft.

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