Drei Jahrhunderte Erinnerung

Antiker Gedenkring für Mary Meyer, datiert 1738

Als 1861 Prince Albert starb, beschloss Queen Victoria, bis an das Ende ihres Lebens Trauer zu tragen – und setzte so gesellschaftliche Standards, denen nicht Folge zu leisten verpönt gewesen wäre. In der Folgezeit florierte nicht nur das Geschäft mit schwarzer Kleidung für die vorgeschriebene Trauerzeit nach einem Todesfall, sondern auch das mit Trauerschmuck, dem einzig erlaubten Schmuck zur Trauer. Rigorose Etiketten bestimmten das Leben eines Trauernden bis zu zwei Jahre lang, je nach Nähe zum Verstorbenen. Trauerschmuck indes war keine neue Erfindung. Schon im 18. Jahrhundert war speziell zu diesem Anlass Schmuck entstanden. Als etwa 1737 Caroline von Brandenburg-Ansbach starb, die Ehefrau von George II. von Großbritannien und Irland, wurden wie damals üblich Gedenkringe gefertigt, die an die Trauernden ausgegeben wurden. Mindestens einer dieser Ringe hat sich bis heute erhalten und zeigt sich als goldener Reif aus geschwungenen, aneinandergesetzten Bannern, in deren Mitte ein sog. Stuart Crystal sitzt, ein Bergkristall mit einer Haarsträhne der Verstorbenen. Er befindet sich im British Museum, Inv. Nr. G46/dc18/p2/no12. Der hier vorliegende Ring orientiert sich an genau diesem Typus, der den in dieser Zeit auch in England einsetzenden Rokoko-Stil erkennen lässt. Denn sie ein Jahr nach der Königin am 13. Dezember 1738 im Alter von nur 23 Jahren und acht Monaten starb, gedachte man einer Mary Meyer mit dem vorliegenden Ring. So lesen wir auf der Außenseite des Ringbandes in goldenen Lettern vor dunklem Grund. Wer sie war, bleibt im Dunkel der Geschichte verbogen – doch hatte sie blondes Haar und war, hierauf lässt das schwarze Email schließen, verheiratet. Der Ring ist hervorragend erhalten. Wohl wurde er wenig getragen und stets gut gehütet, denn selbst das empfindliche Email hat die beinahe 300 Jahre seit seiner Entstehung ohne Schäden überstanden.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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