„A freind at neede doth gould exceede”

Antiker goldener Posy-Ring mit Inschrift, Großbritannien, 17. Jh.

Bereits im 15. Jahrhundert nutzte man den Begriff „poesy”, wenig später dann „posy”, für Zweizeiler, welche im Inneren eines Ringes eingraviert sind. Als Zeichen tiefer Verbundenheit erhoben Sie den Ring, ohnehin schon das symbolträchtigste aller Schmuckstücke, zu einem greifbaren Beweis der Verbindung zwischen zwei Menschen. Doch nicht nur als Eheringe oder romantische Geschenke waren die sog. „posy rings” beliebt, sondern auch als Freundschaftsgeschenke. „A freind at neede doth gould exceede” steht im Inneren des vorliegenden Ringes geschrieben – wenn man einen Freund oder eine Freundin braucht, so heißt es hier, dann ist er oder sie mit Gold nicht aufzuwiegen. Die Sprache evoziert das Englisch Shakespeares, und nur kurz nach dessen Zeit ist der Ring auch entstanden. In kursiven Lettern zieht sich der Reim entlang der Innenseite des Ringes. Diese kursive Schrift finden wir insbesondere im späten 16. und 17. Jahrhundert. Ebenso aber hilft uns der Reim bei der Datierung, denn die „posies” entsprangen häufig Sammlungen von Vorlagen. Ein in das 17. Jahrhundert datierter Ring befindet sich unter der Inventar-Nr. 715-1871 im Victoria & Albert Museum in London und trägt dieselbe Inschrift. Die minimalen Abweichungen in der Rechtschreibung lassen sich dadurch erklären, dass diese in jener Zeit noch nicht eindeutig festgelegt war. Unser Ring ist außerordentlich schön erhalten. Die Gravur im Inneren ist nach über drei Jahrhunderten noch gut lesbar, und seine Oberfläche weist jenen tiefen, samtig mattierten Goldton auf, der nicht nachzuahmen und nur auf historischen Ringen in hochkarätigen Legierungen zu finden ist. Einst handelte es sich hier um ein Geschenk unter Freunden. Als Sammlerstück oder von Herzen kommendes Geschenk wartet der Ring bei uns darauf, erneut eine Hand mit seiner versteckten Botschaft zu schmücken. Als weiterführende Literatur empfehlen wir Joan Evans: English posies and posy rings. A catalogue with an introduction by Joan Evans, Oxford 1931, repr. London 2012.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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