Ein unbeschriebenes Blatt

Antiker Halbkaräter in einem modernen Platinring, um 1910/2020

Wer Freude findet an der Individualität und Handwerklichkeit alter Schmuckstücke und dennoch darauf hofft, eine Verlobung oder ein anderes Ereignis mit einem Schmuckstück zu zelebrieren, dessen Geschichte sich von Grund auf neu schreiben lässt – für den- oder diejenige ist der vorliegende Ring gedacht. Zu einem in den Jahren um 1910 geschliffenen Halbkaräter in seiner originalen Fassung haben wir in unserer Werkstatt eine passende Ringschiene schmieden lassen, die den Diamanten nun als zeitlosen Solitär-Ring tragbar macht. Der Diamant zeigt sich im sog. Altschliff, dem Vorgänger unseres modernen Brillantschliffes und wiegt etwa 0,52 ct. Sein Glanz zeigt sich weniger kühl und grell, dafür etwas sanfter als der moderner Brillanten, gleichwohl der Schliff auf Brillanz und Feuer ausgerichtet ist und sich beide Qualitäten wunderbar in dem vorgestellten Edelstein zeigen. Dem individuell geschliffenen Mittelstein stehen zwei weitere Diamanten im Baguetteschliff zur Seite, die zur schlichten Ringschiene in Platin überleiten. Platin, dieses unvergleichlich weiße Edelmetall, das durch seine Härte besondere Feinheiten in der Verarbeitung erlaubt, wurde schon im frühen 20. Jahrhundert als ideale Ergänzung zu Diamanten empfunden. So orientierten wir uns bei der Wahl des Metalls für die Ringschiene an der ursprünglichen, mit zarten Millegriffes versehenen Diamantfassung. Der so entstandene Ring ist ungetragen, wenngleich er historische Elemente beinhaltet – und somit bereit, zum Träger ganz neuer und persönlicher Erinnerungen zu werden, ohne auf die Individualität eines antiken Steines zu verzichten.

Die Form des Brillanten hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Lange war es technisch nicht möglich, den Rohkristall mehr als nur rudimentär zu verändern, da der Diamant ja so außergewöhnlich hart ist. Im 17. und 18. Jahrhundert gelang es dann, dem Kristall mehr und mehr Facetten abzutrotzen und im Laufe des 19. Jahrhunderts näherten sich die Schliffe immer mehr der Form an, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 aber hat Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sog. Feinschliff der Praxis, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirkich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Krieg. Der Brillant ist somit also eine eigentlich erst recht neue Erfindung - und das bedeutet auch, dass bei einem Diamanten, der im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschliffen wurde, einem sog. „Altschliff“, die Proportionen des Steins nicht dem Standard des heutigen Brillanten folgen. Altschliffe wurden in der damaligen Zeit immer individuell geschliffen: Man wollte den optimalen Weg finden zwischen dem besten Glanz einerseits und dem wenigsten Materialverlust beim Schleifen andererseits. Wir finden, dass gerade diese Individualität die alten Diamanten so besonders interessant macht. Man kann sie weniger gut vergleichen; auch lässt sich der Wert nicht einfach mittels einer Tabelle bestimmen: Denn man muss jeden Stein einzeln ansehen, um wirklich sagen zu können, ob er das Feuer und den Glanz hat, den man von einem Diamanten erwartet.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.