Reine Erinnerung

Antiker Perlen- & Diamant-Ring mit Medaillonfach, Großbritannien 1843

Dieser Ring war einem Herrn gewidmet. F. Reade, esq., so verrät uns eine Gravur in seinem Innern, starb im Februar 1844. Ihm zu Ehren wurde dieser Ring geschaffen. Zart wie er ist und auf Grund seiner feinen Symbolik können wir annehmen, dass es der Ring einer Dame war, die mit dem Schmuckstück vielleicht ihrem Gatten oder Vater gedenken wollte. Die Ringschiene aus Gelbgold weitet sich zur Schauseite des Entwurfes. Vier Perlen besetzten hier den Ring und umgeben einen Diamanten im Rosenschliff. Vier kleinere Diamanten besetzen die Stellen zwischen den Perlen. Sie bilden so eine Blüte bzw. einen sog. Vierpass, ein Ornament der gotischen Kunst, welche in jenen Jahren in Großbritannien besonders beliebt war. Wir müssen die Perle hier als Symbol der Reinheit und Liebe verstehen. Der Diamant, als unvergänglich harter Stein, spricht dagegen die Ewigkeit an. Auf der Rückseite des Ringkopfes ist ein kleines Medaillonfach mit Glasdeckel verborgen. Hier war wohl eine Haaarlocke des Toten versteckt – ein persönliches Souvenir, dass von der Nähe zum Verstorbenen künden sollte. Die Inschrift verrät, dass F. Reade 1844 verstarb. Die Punzierung des Ringes zeigt zudem, dass er im Jahr zuvor in London in der Goldschmiede „SR“ entstanden ist. Der Ring ist sehr schön erhalten uns so erblüht diese Blume seit nun bald rund 180 Jahren in ewiger Reinheit und Liebe.

In vielen Kulturen hat die Perle einen tiefen Symbolcharakter. So sind Perlen in China Symbol für Reichtum, Weisheit und Würde; in Japan bedeuten sie Glück, in Indien den Reichtum an Kindern. Die Perle galt darüber hinaus sowohl als Aphrodisiakum als auch als Heilmittel gegen Melancholie und Wahnsinn. Auch steht sie als Symbol für Tränen. Schon bei den Griechen und Römern waren Perlen als Schmuckstücke sehr begehrt. Die griechische Bezeichnung „margarita“ wurde gleichsam auch als Bezeichnung für die Geliebte eingesetzt, ein Begriff, der sich bis heute im Namen Margarete erhalten hat. Im Mittelalter galten Perlen als Zeichen der Liebe zu Gott und so haben sich zahlreich feine Klosterarbeiten erhalten, die aus winzigen Flußperlen hergestellt sind. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Perlmuscheln, die ganz verschiedene Perlen hervorbringen können, so ist die Beschäftigung mit Perlen eine Wissenschaft für sich. Perlenschmuck gehört klassischer Weise zu jeder guten Grundausstattung einer Dame – Im Schmuckkästchen darf die klassische Perlenkette nicht fehlen. Mit Ihr ist man immer gut gekleidet, sie schmückt zu jedem Anlass.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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