Buntes Biedermeier

Antiker Ring mit 1,45 ct Diamanten in emailliertem Gold, um 1850

Der Schmuck der Biedermeierzeit ist alles andere als bieder – tatsächlich überrascht die große Vielfalt der Farben und Formen, welche den Schmuck jener Zeit charakterisieren. In den Portraits Jean-Auguste-Dominique Ingres’ (1780–1867) etwa, der bekannt ist für seine lebensnahen Darstellungen des Schmucks der Portraitierten, blicken uns texturiertes Gold, buntes Email und glänzende Edelsteine entgegen. Der vorliegende Ring ist ein schönes Beispiel für einen hochwertigen Schmuck jener Zeit. Neun individuell geschliffene Diamanten im kissenförmigen Altschliff, dem sog. Old Mine Cut, wiegen zusammen etwa 1,45 ct und sind à jour gefasst und zu einer kostbaren Blüte arrangiert worden. Der Entwurf ist typisch für jene Zeit – die plastischen Goldfassungen der Dekaden zuvor hat er hinter sich gelassen und zeigt sich als flaches, doch in seiner Form leicht ornamentales Goldband mit geschwungenen Kanten und dekorativen Durchbrüchen. Typisch für die Zeit ist ebenfalls die Email-Dekoration in sattem Blau, insbesondere in Verbindung mit Diamanten, welche sie im Kontrast noch heller und funkelnder erscheinen lässt. In der Literatur finden sich zahlreiche Beispiele für ähnlich emaillierten Diamantschmuck in Gelbgold (vgl. etwa David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S.125). In einer Zeit, als Schmuck oftmals nur als Unikat auf Bestellung entstand, stellte ein solcher Ring einen Luxus dar, der nur den wohlhabendsten Schichten vorbehalten war. Über die Jahre hinweg hat er sich sehr gut erhalten – und ist ein seltenes Beispiel für einen Diamantschmuck jener Zeit, denn oftmals wurden die Diamanten später aus- und in modernere Schmuckstücke umgefasst. Wir haben den Ring in Hamburg entdeckt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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