Fairy Favour

Antiker Ring mit Verneuil-Rubin & Diamanten in Gold & Silber, um 1910


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Beschreibung
„Those be rubies, fairy favours“ – „Dies sind Rubine, Feengaben“, heißt es in Shakespeares Mittsommernachtstraum. Auch der rot leuchtende Stein im Mittelpunkt des hier vorliegenden Rings ist ein ein Geschenk aus besonderer Hand. Und zugleich ein besonderes Stück Schmuckgeschichte. Denn es handelt sich um einen Rubin aus der Hand eines französischen Chemikers, der in den Jahren kurz nach 1900 mit einem neuen Verfahren, Edelsteine im labor herzustellen, den Juwelenmarkt revolutionierte! Schon immer war die Nachfrage nach den liebesroten Steinen größer als das Angebot. Dass Auguste Verneuil ab 1902 Rubine in seinem Labor wachsen lassen konnte, die in Struktur und Farbe kaum von natürlichen Steinen zu unterscheiden waren, war daher ein sofortiger, großer Erfolg und die Steine avancierten zum dernier cri der Modewelt. Wie verbreitet und geschätzt der synthetische Rubin in der Entstehungszeit des Ringes war, zeigt ein Aufsatz des deutschen Mineralogen Dr. Alfred Eppler, der über diese im Jahr 1910 in der Deutschen Goldschmiede-Zeitung schrieb: „Da Wissenschaft und Technik soweit fortgeschritten sind, schöne künstliche Rubine herzustellen, die teilweise so vorzüglich gelungen sind, daß selbst die subtilsten Hilfsmittel des Gelehrten bei ihrer Unterscheidung von den natürlichen zu versagen drohen, warum soll man ihre Verwendungsmöglichkeit einschränken?“ (Alfred Eppler: Synthetische Edelsteine, in: Deutsche Goldschmiede-Zeitung 7 (1910), S. 61f., hier S. 62). Der rot leuchtende Stein im Mittelpunkt des hier vorliegenden Rings ist im Zentrum einer Blüte gefasst, deren Blütenblätter je mit einem Diamanten besetzt sind. Weitere Diamanten sind auf der Ringschulter gefasst. Die Blütenblätter und Ringschultern des eigentlich aus Gold geschmiedeten Ringes sind deshalb mit Silber belegt, um die Diamanten heller leuchten zu lassen. Allein der Rubin wird von einer goldenen Zargenfassung gehalten. Ausweislich seiner Punzierung entstand der Ring in Deutschland oder Österreich.
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Noch 1918 hieß es: „Zur Unterscheidung des synthetischen Rubins vom natürlichen scheint ein absolut zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal bis jetzt noch nicht gefunden zu sein“. Vielmehr stand den Goldschmieden auf einmal jede nur erdenkliche Schattierung von Rot zur Verfügung - „vom dunklen Siamrubin bis zum hellrosa Rubin“ – und dies nicht abhängig von Glücksfunden. Genau wie die natürlichen wurden auch die synthetischen Rubine neben Diamanten in kostbare Fassungen aus Edelmetall gefasst, und auch der vorliegende Ring ist ein Beispiel dieser Entwicklung. Vgl. Sie zur Geschichte der Rubinsynthese Jaqcues Boyer: Die synthetischen Edelsteine, ihre Geschichte, Herstellung und Eigenschaften, Berlin 1918, dort auch obenstehende Zitate, S. 39.
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Unser Versprechen

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