Im Wirbelsturm der Liebe

Antiker Ring mit Verneuil-Rubinen & Diamanten in Gold & Silber, um 1905


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Beschreibung
Unter allen Edelsteinen waren es in der Schmuckgeschichte vor allem die Rubine, bei denen sich Nachfrage und Angebot so wenig die Waage hielten, dass man schon früh versuchte sie künstlich herzustellen. Umso größer war also die Aufregung, als 1902 die ersten von Auguste Verneuil geschaffenen synthetischen – nicht rekonstruierten – Rubine im Handel erhältlich waren. Verneuils im Labor entwickelte Rubine waren in der Struktur und Farbe kaum von natürlichen Steinen zu unterscheiden und avancierten alsbald zum dernier cri der Modewelt. Von Hand geschliffene Verneuil-Rubin sind auch in dem hier vorliegenden Ring gefasst. Ein größerer, rund facettierter Stein in der Farbe der Liebe besetzt die Mitte. Kleinere Rubine bilden fünf Strahlen, die mit schönem Schwung von der Mitte zum Rand verlaufen. Die Felder zwischen den Rubinen sind mit Diamanten im Rosenschliff aufgefasst. So entsteht ein romantischer Wirbel aus sanftem Licht. Die Edelsteine sind in Silber gefasst, währen der Ring selbst aus Gold gefertigt ist. Seine schöne Dynamik und feine Verarbeitung lässt ihn uns in die Jahre um 1905 datieren. Wie verbreitet und geschätzt der synthetische Rubin in der Entstehungszeit des Ringes war, zeigt übrigens ein Aufsatz des deutschen Mineralogen Dr. Alfred Eppler, der über diese im Jahr 1910 in der Deutschen Goldschmiede-Zeitung schrieb: „Da Wissenschaft und Technik soweit fortgeschritten sind, schöne künstliche Rubine herzustellen, die teilweise so vorzüglich gelungen sind, daß selbst die subtilsten Hilfsmittel des Gelehrten bei ihrer Unterscheidung von den natürlichen zu versagen drohen, warum soll man ihre Verwendungsmöglichkeit einschränken?“ (Alfred Eppler: Synthetische Edelsteine, in: Deutsche Goldschmiede-Zeitung 7 (1910), S. 61f., hier S. 62).
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Noch 1918 hieß es: „Zur Unterscheidung des synthetischen Rubins vom natürlichen scheint ein absolut zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal bis jetzt noch nicht gefunden zu sein“. Vielmehr stand den Goldschmieden auf einmal jede nur erdenkliche Schattierung von Rot zur Verfügung - „vom dunklen Siamrubin bis zum hellrosa Rubin“ – und dies nicht abhängig von Glücksfunden. Genau wie die natürlichen wurden auch die synthetischen Rubine neben Diamanten in kostbare Fassungen aus Edelmetall gefasst, und auch der vorliegende Ring ist ein Beispiel dieser Entwicklung. Vgl. Sie zur Geschichte der Rubinsynthese Jaqcues Boyer: Die synthetischen Edelsteine, ihre Geschichte, Herstellung und Eigenschaften, Berlin 1918, dort auch obenstehende Zitate, S. 39.
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