Von Athen nach Rom

Antiker römischer Ring mit einer griechischen Almandin Gemme aus der Slg. de Clercq

Louis Constantin Henri De Clercq (*1836, in Oignies, Pas-de-Calais; †1901, ebenda) war Fotograf, Industrieller und Forschungsreisender in einer Person: Ein Tausendsassa, den seine Leidenschaft zur Kunst der Antike nach Syrien und das alte Mesopotamien verschlagen hatte. Er nahm an verschiedenen Expeditionen teil, publizierte reich illustrierte Fotobücher über die Gegend und baute mit der Zeit eine der bedeutendsten privaten Antikensammlungen seiner Zeit auf. Dabei erwarb er nur Objekte aus Ausgrabungen im syrisch-phönizischen Raum, neben Stücken aus Mesopotamien und Zypern. De Clerqs umfangreiche Sammlung verblieb im Besitz der Familie. Erst 1968 gelangten 653 Objekte in den Bestand des Louvre. Tausende andere Stücke wurden danach über den Kunsthandel verkauft. Um sich einen Überblick über die Fülle und den Reichtum der Sammlung zu machen, sind die sieben zwischen 1885 und 1911 erschienenen Katalogbände der Sammlung empfohlen. Allein der 7. Band zum Thema Schmuck und geschnittene Steine (Paris 1911) umfasst 2400 Nummern, wobei rund 249 Eintragungen Ringe nachweisen. Der hier vorliegende Ring stammt aus der Sammlung de Clercqs. Es besteht aus hochkarätigem Gold, das als schlichte, geradezu modern anmutende Fassung eine in Almandin geschnittene Gemme trägt. In die runde Form des Steines beinahe vollständig eingepasst sehen wir den kraftvoll und ein wenig archaisch-abstrakt geschnittenen Kopf eines Jünglings. Er trägt ein Stirnband, um sein reiches Haar zu bändigen, und der Blick geht nach links. Geheimnisvoll, geradezu belebt leuchtet der Granat bei Lichteinfall und verleiht dem Bildnis des Jünglings dadurch Leben. Die Gemme ist bereits im 3. oder 2. Jahrhundert vor Christus entstanden, dies liegt die Art des Schnitts und die Figurenauffassung nahe. Die Fassung in Gold indes ist später, wohl im 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus entstanden. Zu diesem Zeitpunkt war der geschnittene Stein also schon rund 300 Jahre alt. Die Welt hatte sich gewandelt, Rom war zur Großmacht im Mittelmeerraum aufgestiegen und auch die Moden, die aktuellen Formen der Kunst waren längst andere. Dennoch erlebte der Jüngling in der Gemme ein neues Leben in einer neuen Ringschiene. Ein schönes Beispiel für die bekannte Verehrung alles Griechischen als Wiege der Kultur in Römischer Zeit. Der Ring überdauerte die folgenden Jahrhunderte von den Zeitläuften unberührt, bis er zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge einer Ausgrabung in die Sammlung de Clercqs kam. Nach der Auflösung der Sammlung wurde der Ring dann, rund 120 Jahre später, im Würzburger Kunsthandel an einen privaten Sammler verkauft, in dessen Nachfolge wir ihn erwerben konnten. Das zu diesem Anlass, Anfang der 1970er Jahre ausgestellte Zertifikat wird mit dem erstklassig erhaltenen Ring mitgeliefert.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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