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Antiker Schlangenring aus Rotgold mit Altschliffdiamanten, Berlin, datiert 1900

Der hier vorliegende Ring zeigt aus Rotgold die Körper zweier Schlangen in enger Umwindung. Die beiden Tiere sind ineinander verschlungen und ihre Köpfe tragen jeweils einen feinen Brillanten in individuellem Altschliff. Das Motiv der verschlungenen Schlangen ist ein altes Freundschafts- und Verbundenheitssymbol. Bereits die alten Ägypter kannten es und fertigten Schmuckstücke in Schlangenform und auch Queen Victoria bekam einen Schlangenring von ihrem Prinzen Albert zur Verlobung geschenkt. In England werden Ringe dieser Art „promise rings“ genannt, denn ihnen liegt das ein Versprechen der ewigen Zuneigung zugrunde. Oft Ringe waren Schlangenringe deshalb Geschenke einer immer währenden Freundschaft oder wurden als Zeichen einer unlösbaren Liebe und Verbundenheit getragen. Der hier vorliegende Ring trägt im Innern eine Gravur die das Datum des 18. Juli des Jahres 1900 festhält. Vermutlich frage an diesem Sommertag ein junger Mann die Dame seines Herzens, ob Sie mit ihm ihr Leben verbringen mag. So stellt dieser Ring einen hübschen historischen Beleg dafür dar, dass Schlangenringe auch noch in den Jahren um 1900 in Deutschland zur Verlobung verschenkt wurden, wie bereits 70 Jahre zuvor in England. Der ausdrucksstarke Ring fand hier in Berlin zu uns uns begeistert durch seine Präsenz der Form und seine tägliche Tragbarkeit. Er ist von Damen und Herren gleichermaßen zu tragen.

Eine besondere Strömung innerhalb der Kunst der Jahrhundertwende war der sog. Symbolismus. Formal eng mit dem Jugendstil verwand, prägten vorwiegend belgische Künstler wie Fernand Khnopff oder Félicien Rops diesen Stil, doch schufen auch Künstler aus Frankreich wie Gustave Moreau oder Odilon Redon und Deutschland wie Max Klinger Werke, die sich dem Symbolismus zuordnen lassen. Gemeinsam ist den Gemälden, Graphiken, Zeichnungen und Schmuckentwürfen dieser Epoche, dass die Entwürfe auf den ersten Blick oft befremden oder gar abstoßen, da mit Vorliebe verrätselte und ungewöhnliche Motive verwendet wurden. Schlangen, Käfer, Totenschädel und teilnahmslos blickende Gesichter bevölkerten die Leinwände, um die Betrachter zum Nachdenken über das Leben, die Religion, Metyphysik und das Wesen der Natur anzuregen, getreu dem Kernsatz des sog. Symbolistischen Manifests von 1886: „Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen“.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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