Ich halte dich fest....

Antiker Schlangenring mit Rubin & Diamanten in Rotgold, um 1890

Schlangenringe haben eine Jahrtausende alte Tradition: Bereits die alten Ägypter kannten diese symbolischen Schmuckstücke ebenso wie die Griechen, Römer und Kelten. Die Schlange war dabei in all diesen unterschiedlichen Kulturkreisen Trägerin besonderer Bedeutungen: Einerseits gefährlich durch ihr Gift und ihre List wurde sie gemieden, nicht zuletzt auch im Christentum als Verführerin von Adam und Eva. Andererseits jedoch wurde sie auch stets bewundert für zahlreiche weitere ihr zugeschriebene Fähigkeiten: Die Schlange galt in der Antike als Symbol des ewigen Lebens, als klügstes Tier und Symboltier des Gottes der Medizin, Asklepios. Zudem war sie ein Symbol der Liebe: Denn was eine Schlange einmal umwunden hat, lässt sie so schnell nicht mehr los. In Europa erlebte das Schlangenmotiv im ausgehenden 19. Jahrhundert noch einmal eine besondere Blüte, wie der hier vorliegende Ring zeigt. Er ist in den Jahren um 1890 entstanden und aus leicht rötlichen Gold geschmiedet. In diesem Schmuckstück ist das alte Motiv des Schlangenrings ganz im Zeichen der Liebe interpretiert: Ein roter Rubin in der Form eines Herzens ist auf das Haupt des Reptils gesetzt und fügt dem Ring einen funkelnd roten Blickpunkt hinzu, während zwei kleine Diamantrosen die Augen des Tieres bilden. Formschön und geheimnisvoll, ist der Ring ein wunderschönes Beispiel für ein romantisches Schmuckstück der Jahrhundertwende. Er hat sich in einem antiken Etui des Hofjuweliers W. Range in Kassel erhalten.

Eine besondere Strömung innerhalb der Kunst der Jahrhundertwende war der sog. Symbolismus. Formal eng mit dem Jugendstil verwand, prägten vorwiegend belgische Künstler wie Fernand Khnopff oder Félicien Rops diesen Stil, doch schufen auch Künstler aus Frankreich wie Gustave Moreau oder Odilon Redon und Deutschland wie Max Klinger Werke, die sich dem Symbolismus zuordnen lassen. Gemeinsam ist den Gemälden, Graphiken, Zeichnungen und Schmuckentwürfen dieser Epoche, dass die Entwürfe auf den ersten Blick oft befremden oder gar abstoßen, da mit Vorliebe verrätselte und ungewöhnliche Motive verwendet wurden. Schlangen, Käfer, Totenschädel und teilnahmslos blickende Gesichter bevölkerten die Leinwände, um die Betrachter zum Nachdenken über das Leben, die Religion, Metyphysik und das Wesen der Natur anzuregen, getreu dem Kernsatz des sog. Symbolistischen Manifests von 1886: „Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen“.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.