Ein Stern auf Reisen

Antiker Stern als Brosche & Anhänger aus Strass, Silber & Gold, um 1890

Fast könnte man meinen, die vorliegende Brosche in Form eines anmutigen Sterns sei vollständig mit glitzernden Diamanten besetzt. Spätestens der Blick auf den Preis lässt jedoch erkennen, dass sie lediglich aus facettierten Strasssteinen besteht, die jedoch in Silber und Gold gefasst worden sind. Was ist passiert? Das elegante Schmuckstück ist ein typisches Beispiel für einen sog. Reiseschmuck, wie er vor allem im 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert überaus beliebt war. Oftmals wurden kostbare Schmuckstücke in wohlhabenden Haushalten in zwei Ausführungen angefertigt – einmal mit echten Edelsteinen und ein weiteres mal mit Strasssteinen. So konnten die prunkvollen Stücke auch auf Reisen mitgeführt werden, ohne dass die Damen Gefahr liefen, ihr Vermögen durch Verlust oder Diebstahl zu verlieren. Das Schmuckstück der Jahre um 1890 zeigt sich dabei in ganz zeittypischer Form. Sterne waren eines der beliebtesten Schmuckmotive in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts – und das nicht ohne Grund. Zu einen illustrieren diese Schmuckstücke die Orientbegeisterung dieser Jahre mit der Vorliebe für fremdländische Kulturen. Andererseits ist die Begeisterung für Sternmotive der Kaiserin von Österreich geschuldet, die das Motiv der Diamantsterne in die Wiener Gesellschaft einführte und zu bis heute unsterblichen Klassikern der Schmuckgeschichte machte. Somit ist unsere Stern-Brosche, die dank eines verdeckten Hakens auch als Anhänger in eine Kette eingehängt werden kann, ein echtes Zeitzeugnis, das getragen zudem bezaubernd aussieht!

Glas als Zierde farbenfroh leuchtenden Schmucks begegnet uns seit der Antike. Doch erst im 17. und 18. Jahrhundert erreichte die Freude am Funkeln dieses Materials seinen Höhepunkt. Schmuck mit geschliffenen Glassteinen, Pasten genannt (engl. „paste“), wurde in Barock, Rokoko und auch später noch im Klassizismus geliebt und galt keineswegs als minderwertig. Vielmehr verehrte man sein Strahlen, für das die Pasten zudem oft foliiert in die Schmuckstücke gesetzt wurden. Dazu legte man eine Silberfolie hinter die Pasten, um ihr Funkeln so noch zu steigern. Ausgangspunkt der Schmuckherstellung war zumeist funkelndes Bleikristallglas. 1734 hatte Georges-Frédéric Stras in Paris eine besonders funkelnde Variante dieses Glases entwickelt, die sich rasch verbreitetet. Der bis heute bekannte „Strass“ war geboren. Als Ersatz echter Juwelen wurde er für Reiseschmuck gebraucht. Doch besonders Glaspasten in kraftvollen, eigenen Farben, welche sich so in der Natur gar nicht fanden, galten im 17. und 18. Jahrhundert als Juwelen eigenen Rechts – auch, da Edelsteine noch weitaus schwieriger zu erhalten waren als heute, mit unseren globalisierten Märkten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen