Liebevolle Erinnerungen

Antikes Alpacca Foto-Medaillon mit Monogramm EM, um 1900

Medaillons für kleine Andenken eines geliebten Menschen sind seit etwa 150 Jahren klassische Schmuckstücke der Erinnerungskultur. Zuerst dazu gedacht, kleine Briefchen oder eine Locke aufzunehmen, entstanden in den Jahren um 1900 Medaillons auch für die das neue Medium der Fotografie. In jener Zeit war das Lichtbild erschwinglich geworden, sodass es beinahe jedermann möglich war, ein Lichtbild einer geliebten Person zu besitzen. Das vorliegende Beispiel zeigt auf seiner ovalen Vorderseite ein graviertes Monogramm „EM“ unter sieben roten Schmucksteinen. Ein sog. „laufender Hund", ein Mäanderband also, ist plastisch im oberen Viertel aufgelegt. Im Inneren haben sich zwei Rähmchen erhalten, hinter welche Fotos eingepasst werden können. Der Medaillon-Anhänger ist in den Jahren um 1900 in versilbertem Alpacca ausgeführt worden. Alpacca, oder auch „Neusilber“, ist die Bezeichnung für eine Kupfer-Nickel-Zink-Legierung mit hoher Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und silberähnlichem Aussehen. Argentan, Minargent, die französischen Bezeichnungen Cuivre blanc und Maillechort sowie die aus dem Chinesischen stammende Bezeichnung Packfong sind ebenfalls gebräuchlich. Eine Silberkette aus kräftigen Erbsgliedern macht das hübsche Schmuckstück sofort tragbar.

Bereits im Laufe des 17. Jahrhunderts kamen erste Metallwaren aus einer Packfong genannten Legierung aus dem Kaiserreich China nach Europa. Doch erst im 18. Jahrhundert erkannte man, dass Packfong aus Kupfer, Zink und Nickel besteht. In den Metallwerken von Suhl gelang es schon etwa 1770, eine dem Packfong ähnliche Legierung zu erzeugen. Sie wurde bald als Suhler Weißkupfer bekannt. Die industrielle Erzeugung von Kupfer-Zink-Nickel-Legierungen wurde 1823 durch ein Preisausschreiben des Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes initiiert. Gefordert wurde die Herstellung einer weißen Legierung, die im Aussehen dem Silber 750/000 (fein) gleichen und auch für Speisegerätschaften geeignet sein sollte. Zudem sollte es nur 1/6 des damaligen Silberpreises kosten. Diese Aufgabe lösten fast zur gleichen Zeit Dr. Ernst August Geitner, der 1823 in Auerhammer bei Aue die Legierung Argentan entwickelte, und 1824 die Gebrüder Henniger in Berlin mit der ähnlichen Legierung Neusilber.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen