Feier des Lichts

Antikes Armband mit Diamanten in Weißgold, um 1915

Immer feiner und vor allem weißer sollten die Schmuckstücke zu Beginn des vorigen Jahrhunderts sein. Schneeweiße Juwelen schmeichelten nicht nur den pastellfarbenen Kleidern und waren die perfekte Umgebung für die wunderbaren Diamanten aus den erst vor kurzem entdeckten, reichen Diamantvorkommen Südafrikas – auch im neuen elektrischen Licht, das des Abends die Ballsäle und Salons erhellte, leuchtete kein anderer Schmuck so hell. Silber jedoch lief an, war also nicht vollends weiß und ließ sich nicht so fein bearbeiten wie Gold. Platin war zwar weiß und fein zu bearbeiten, jedoch äußerst teuer, sodass es dem Gold meist nur als feine Schicht aufgelegt wurde. So ging die Suche nach einem weißen Gold weiter, und 1913 schließlich ließ sich Karl Richter aus Pforzheim das Patent zu einer neuen Edelmetall-Legierung eintragen: Dem Weißgold. Ein sehr frühes Schmuckstück aus Weißgold ist das hier vorliegende Armband: Das schmale Band weitet sich mittig zu einem elegant durchbrochenen Zierelement. Dessen reduzierte Formensprache lässt dabei den Übergang von der graphischen Spielart des Jugendstil zum Art Déco der Zwanzigerjahre erahnen. Mittig leuchtet ein feiner Altschliff-Diamanten in erhöhter Zargenfassung, der in einer rautenförmigen Rahmung zu schweben scheint. Das Mittelstück ist symmetrisch aufgebaut und mit weiteren kleinen Diamantrosen besetzt. Funkelnde Millegriffes verleihen ihren Fassungen eine besondere Leichtigkeit. Die Verarbeitung, der Entwurf und die eingesetzten Materialien bilden ein harmonisches Zusammenspiel und erschaffen ein Schmuckstück von zeitloser Eleganz.

Schmuck in elegantem, kühlen und edlen Weiß - das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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