Facettenreiche Koralle

Antikes Armband mit italienischer Korallengemme gefasst in Gold, um 1830

Ein eindrucksvolles Zeugnis einer lange zurückliegenden Reise ist das hier vorliegende, außergewöhnliche Gemmenarmband, das wir im Rheinland für Sie entdeckt haben. Italien ist seit Jahrhunderten das Sehnsuchtsziel aller Bewohner des kalten Nordens. Seine mediterrane Landschaft und die vielfältigen Kunstschätze machten das Land auch zum Höhepunkt jeder Grand Tour. Auf dieser sogenannten Kavalierstour bereisten junge Adelige und später auch wohlhabende Bürger im 18. und frühen 19. Jahrhundert verschiedene Länder, um ihrer Bildung zu vervollkommnen, welche die unverzichtbare Eintrittskarte in höchste gesellschaftliche Schichten war. Ein fester Programmpunkt war die Region um den Golf von Neapel. Vor allem die antiken Ruinenstädte von Pompeji und Herculaneum begeisterten mit ihrem unmittelbaren Einblick in den antiken römischen Alltag die Reisenden und prägten nachhaltig den Geschmack. Als Souvenir eines solchen Aufenthaltes am Fuße des Vesuvs waren vor allem Gemmen mit mythologischen Motiven beliebt, war doch die Region von Neapel führendes Zentrum des Gemmenschnitts. In Stein, Muschelschale oder Koralle geschnitten, wurden die Gemmen von den Reisenden erworben und häufig erst in ihrer Heimat gefasst. Unser ungewöhnliches Armband präsentiert eine besonders schöne, plastische Kamee mit der Büste der Göttin Hera. Aus roter Mittelmeerkoralle kunstfertig geschnitzt, zeigt die ovale Gemme diese in der Antike so wichtige Gottheit nach antikem Vorbild. Eine elegante Fassung aus hochkarätigem Gold umgibt die Kamee mit fein abgestuften Schwüngen. Das Armband selbst besteht aus acht Reihen feinster Mittelmeerkoralle, die zu kleinen, facettierten Kugeln geschliffen aufgefädelt sind. Das Armband ist mit 19,5 cm ausreichend lang und eignet sich daher auch für ein etwas stärkeres Handgelenk. Die Formgebung der Fassungen mit ihren Zierornamenten und Gravuren lassen uns die Goldschmiedearbeit in die Jahre um 1830 datieren. Vergleichsstücke finden sich bei Brigittte Marquardt: Schmuck. Klassizismus und Biedermeier 1780 - 1850, München 1983, S. 203 u.a. Heute wie damals kündet das Armband von klassischer Bildung und der Liebe zu italienischer Lebenskunst.

Gemmen mit mythologischen Motiven entstanden vor Allem im 19. Jahrhundert in Italien besonders für die Reisenden auf einer Grand Tour. Diese sog. Kavalierstour, welche hier die Bildung der Reisenden vervollkommnen sollte, führte zu den antiken Bauwerke, in die Kunstsammlungen Roms und Neapels und die frühen Touristen brachten von ihrer Reise kleine Souvenirs mit über die Alpen, die von den Erlebnissen der italienischen Reise künden sollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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