Aus der schönen Epoche

Antikes Collier & Brosche mit Amethyst, Barockperle & Diamanten, um 1895

Als die Beliebtheit der Weißjuwelen in den Jahren um 1900 auf ihrem Zenit stand, kombinierte man den Diamantschmuck besonders gern mit Farbsteinen, sodass diese und die Diamanten sich in ihrer Wirkkraft steigerten. So wusste auch schon das Damenjournal Bazar: „Die herrlichste Wirkung edler Steine wird durch Zusammensetzung erreicht, und namentlich sind Brillanten und Smaragde, Rubinen oder Amethyste von wunderbarer Wirkung.“ (Der Bazar, 40. Jahrgang 1894, Nr. 6, 29. Januar 1894, S. 57.) Das vorliegende Schmuckstück ist ein besonders schöner Zeitzeuge. Ein großer, dunkel leuchtender Amethyst von jener tiefen Farbigkeit, die man mit den sibirischen Fundstätten in Verbindung bringt, steht im Zentrum des Entwurfes. Seine Facetten bringen auch pinkfarbene Reflexe hervor, die tief im Inneren des Steins zu leuchten scheinen. Zarte goldene Krappen aus hochkarätigem Gold schmiegen sich um den Amethyst, um ihn sicher und dennoch subtil zu halten. Rund um den zentralen Farbstein herum entspinnen sich vegetabile Ranken, die über und über mit insgesamt etwa 1,77 ct Diamanten in historischen Altschliffen besetzt sind. Sie sind in Silber gefasst worden, um in dessem leichten Nachdunkeln die Edelsteine besonders zum Leuchten zu bringen. Rückseitig jedoch schützt eine Verbödung aus Gold vor Abfärbungen auf Haut oder Kleidern. Eine große, barocke Naturperle mit schmelzendem Lüster ist pendelnd von dem zarten Gebilde abgehängt. Das Schmuckstück ist einerseits als Collier zu tragen – hakt man aber die zarten Ketten aus, wird eine Brosche daraus. Solch eine Brosche trug man im späten 19. Jahrhundert zentral am Ausschnitt eines Abendkleides, sodass man sie auch als Korsagenornament bezeichnet. Viele besonders kostbare Schmuckstücke wie dieses verfügten über solche Doppelfunktionen, sodass die Investition sich doppelt auszahlte, da die Besitzerin sie häufiger tragen konnte. Das Schmuckstück ist wunderbar erhalten und illustriert aufs Beste, wie die Belle Époque – die „schöne Epoche“ – zu ihrem Namen kam.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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