Unter dem Mistelzweig

Antikes Diadem mit 14,36 ct Diamanten & Perlen in Gold & Silber, um 1895

Der Kuss unter dem Mistelzweig ist eine alte Weihnachtstradition. Stand eine junge Frau unter dem Mistelzweig, so durfte ein Mann sie küssen; in sittenstrengen Zeiten eine von wenigen Möglichkeiten für junge Liebende, einander näher zu kommen. Doch keinesfalls sollte man(n) beim Küssen maßlos sein – denn mit jedem Kuss muss eine weiße Beere von den Zweigen gepflückt werden. Küsste sich hingegen ein junges Paar unter dem Mistelzweig, so sollte ihre Beziehung unter einem besonders glücklichen Stern stehen. Besonders letztere Variante des alten Brauches scheint das vorliegende Diadem inspiriert zu haben, denn es zeigt sich anspielungsreich in der Form stilisierter Mistelzweige, die getragen stets über dem Kopf ihrer Besitzerin schweben. Womöglich wurde es also einst für eine Hochzeit gefertigt, sodass das Brautpaar den ersten Kuss als verheiratetes Paar unter dem kostbaren Glücksbringer austauschen konnte? Zwischen den bewegt anmutenden Blättern des Mistelzweigs schwingen sich die Stengel zu den charakteristischen Peitschenschlag-Ornamenten des Jugendstil. Ungewöhnlich große, natürliche Perlen mit schimmerndem Lüster sitzen als weiße Beeren zwischen den Blättern. Besonders schön ist ihre natürliche Farbvarianz, die zwischen bläulichem Rosé, warmen Champagnertönen und kühlem Weiß changiert. Es handelt sich hierbei sowohl um Orientperlen als auch um natürlich gewachsene Süßwasserperlen. Insgesamt 284 Diamanten von zusammen etwa 14,36 ct besetzen jeden Schwung und jedes Blatt des Mistel-Diadems. Sie sind in historischen Alt- und Rosenschliffen geformt und zeigen sich für Diamanten dieses Alters in ungewöhnlich hoher Farbqualität. Wie im späten 19. Jahrhundert üblich, sind sie in Silber auf rötlichem Gold gefasst, sodass die dunkle Patinierung des Silbers ihre Farbe und Brillanz noch stärker hervorstechen lässt. Die Schmuckgeschichte kennt hier noch ein weiteres Beispiel: 1910 schuf das französische Juwelierhaus Mellerio ein Mistelzweig-Diadem für eine junge Braut, entworfen als klassizistisch anmutender Kranz mit diamantenen Blättern und weißen Perlen als Beeren. Das hier vorliegende Stück ist indes ein wenig früher entstanden, die Formensprache des Jugendstils und die Verarbeitung in Silber auf Gold lässt es uns in die Jahre um 1895 datieren. Es ist sehr schön erhalten und wird mit einem unabhängigen gemmologischen Zertifikat geliefert, welches die Güte der verwendeten Materialien bestätigt.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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