Funkelnde Girlanden

Antikes Diamant-Collier mit Naturperle in Gold & Silber, um 1900

Die Jahre um 1900 haben mit dem sogenannten „Garland Style“, dem „Girlandenstil“, eine Formsprache in die Welt des Schmucks gebracht, die dem Jugendstil eine klassischere, feinere Stilauffassung entgegensetze. Anlehnungen an Formen des Louis XVI und feine Motive aus der klassischen Antike belebten einen Neoklassizismus, der kleine, zarte Lorbeerranken ebenso schätzte wie minutiöse Festons und Verzierungen mit winzigen Millegriffes. Die Schmuckstücke in diesem Stil wurden von den Goldschmieden in Paris, London und Wien in kostbaren Materialen ausgeführt, reich besetzt mit Diamanten, gefasst in Silber oder Platin. Hierbei entstand ein besonders eleganter Eindruck: Diese besonderen Juwelen funkelten überirdisch verführerisch, ein wenig weltentrückt und zugleich nostalgisch. In dem hier vorliegenden Collier dieser Epoche sind 78 Diamanten im Rosenschliff um einen schönen Altschliffdiamanten versammelt. Eine feine Naturperle ist dem ovalen Mittelstück des Colliers beweglich angehängt, das oben von einem kleinen Lorbeerkranz gehalten wird, der im innern der durchbrochenen Ovalform seine Entsprechung findet. Die Diamanten des Schmuckstücks sind in geschwärztes Silber gesetzt, das auf einer goldenen Unterseite aufgebracht ist. Durch die Verwendung des Silbers folgt der ausführende Goldschmied der Jahre um 1900 einem Rat des berühmten Florentiner Goldschmieds Benvenuto Cellini, der in seinem Werk zur Goldschmiedekunst epfiehlt, Diamanten in Silber zu setzen, da sie vor dem dunklen Hintergrund besonders schön funkeln. Tatsächlich verschwimmen die hier eingelassen Edelsteine zu einer sanft schimmernden Fläche, die bei jedem Lichteinfall kleine Lichtblitze versprüht, ohne aber mit dem hellen Glanz moderner Brillanten mithalten zu wollen. Eine erneuerte Goldkette macht das Schmuckstück tragbar. Es fand in London zu uns.

Diamanten im Rosenschliff, auch „Rose couronée“, „gekrönte Rosen“ genannt, finden sich bereits bei Schmuckstücken des 16. Jahrhunderts. Berühmte Diamanten wie der Orloff und der Großmogul sind in diesem Rosenschliff gestaltet welche sich dadurch auszeichnet, dass die Oberseite des Diamanten sternförmig facettiert ist und die Unterseite flach geschliffen wurde. So entsteht ein ganz spezifischer, sanfter Schimmer, der sich sehr vom manchmal grellen Leuchten der heutigen Brillanten unterscheidet. Die Diamantrose hat deshalb auch heute noch zahlreiche Anhänger, gerade weil schöne, große Rosen aus Diamant immer seltener zu finden sind.

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